Christian von Aster, Markolf Hoffmann, Boris Koch: Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer

Mal was Zeitgenössisches – quasi zur Entspannung und zwischendurch:

Nämlich, eine Sammlung von Kurzgeschichten, entstanden im „Strinhirnhinterzimmer“, einer Berliner Lesebühne und nun veröffentlicht. Weshalb das Buch denn auch folgerichtig „Rückkehr ins Stirnhirnhinterzimmer“ heisst. 3 Autoren – 1 Tenor. Denn die Geschichten ergänzen sich nicht nur inhaltlich, sie sind auch im Ton einander so ähnlich, dass ich in der Erinnerung zwar mich wohl an dies und jenes aus einer Geschichte erinnere, aber nie auswendig zu sagen wüsste, wer denn nun der jeweilige Verfasser war. Das ist auf dem durchwegs angenehm hohen Niveau der Geschichten durchaus eine Kunst.

Die Kurzgeschichten selber nehmen eine grosse Bandbreite an Themen ein. Die ehemalige DDR spielen ebenso eine Rolle wie Elvis (der sogar zusammen mit der DDR!) oder die Beatles. Eine literarische Verortung ist nicht einfach. Da sind Kurzgeschichten darunter, die könnte ein Böll geschrieben haben oder ein Oskar Maria Graf. Das deutsche Kabarett aus seinen besten Zeiten lässt ebenso grüssen wie Falco. Und natürlich immer wieder die klassische phantastische Literatur. Diese drei haben ihren Borges gelesen, kein Zweifel und wohl so manch anderes aus seiner phantastischen Bibiliothek. Manche Geschichten sind einfach nur absurd, andere lassen einen schwer schlucken bei der Lektüre. Keine fällt ab, keine fällt auf. Keine fällt aus dem Rahmen, jede fällt aus dem Rahmen.

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