Dagmar de Sauvage: Krise der Philosophie (oder einer Autorin)

Bücher über die „Krise(n) in der Philosophie“ haben offenbar immer Konjunktur. Die einen nehmen „Abschied vom Prinzipiellen“ oder ergehen sich in vermeintlich geistreichen Wortschöpfungen wie „Inkompetenzkompensationskompetenz“ (Marquard), um in literarisch aufgemotztem Philosophendeutsch ihre Metaebene der Philosophieproblematik darzulegen – und es muss eine Metaebene sein: Ansonsten würde man einfach nur schweigen, weil es ja nichts mehr zu sagen gibt – die anderen wie die Autorin des vorliegenden Buches sehen noch immer die unheilige Allianz von Wissenschaft und Technik als ursächlich für den Niedergang des Denkens und damit des Lebens und der Welt an. Die Argumente dafür werden – wie hier – zwar postmodern aufgehübscht, sie gewinnen dadurch aber nicht an Relevanz – im Gegenteil: In diesem Elaborat fragt man sich mit fortschreitender Lektüre immer öfter, ob es da nicht noch sehr viele philosophische Hausaufgaben zu erledigen gäbe, bevor man sich dieses Themas annimmt.

De Sauvage orientiert sich an Habermas und Apel, sie spricht von einem Antagonismus von „lebensweltlich-orientierendem“ (mitgemeint ist immer der ethisch-moralische Aspekt) und systemisch-technisch-rationalem Denken, wobei letzteres im Sinne des Habermasschen Verfügungswissen interpretiert wie auch dessen Trias von den verschiedenen „erkenntnisleitenden“ Interessen akzeptiert wird und damit der äußerst enge (und künstliche) Begriff der empirisch-analytischen Wissenskonzeption und deren rein „technisches“ Interesse übernommen werden. Es ist eine Kritik an Wissenschaftlichkeit, die man zumindest im 21. Jahrhundert so nicht mehr wirklich erwartet und die mit den alten Diltheyschen Begriffen von „Erklären“ und „Verstehen“ operiert – und das auf eine völlig simplifizierende Art und Weise. Die technische Rationalität sei nicht in der Lage, „lebensweltliche“* Probleme zu lösen oder „Orientierungen“ zu bieten. Wobei nicht klar ist oder wird, was und wie hier orientiert werden solle: Denn eine Art der philosophischen Lebensberatung soll dann auch wieder nicht darunter verstanden werden. Jedenfalls meint de Sauvage, dass „angesichts der gegenwärtigen Komplexität eines ausdifferenzierten Wissenschaftssystems eine Arbeitsteilung zwischen Naturwissenschaftlern, die sich auf Verfügungs- und Mittelwissen (Habermas lässt grüßen), und Geistes- sowie Sozialwissenschaftlern, die sich auf Orientierungs- und Zweckwissen spezialisieren, keinesweges abwegig erscheint“.

Es ist dies die immer wieder unter verschiedenen Mäntelchen vorgebrachte Ansicht, dass es für bestimmte Probleme auch eine andere Methodologie gäbe, die (nie genau definiert) einfühlend, hermeneutisch, verstehend agieren solle, weil die Probleme einen spezifischen Charakter hätten, der mit „naturwissenschaftlich-technisch-rationalen“ Mitteln nicht in Angriff genommen werden könne. Das übersieht natürlich, dass alle Probleme stets einer rational-kritischen Lösung zugeführt werden können und müssen. Ob es nun Schwierigkeiten zwischen Ehepartnern sind oder die ökologische Krise – nirgendwo wird man vernünftigerweise von Rationalität und Kritik absehen können, im Gegenteil: Beziehungsprobleme leiden zumeist an einem Übermaß „gefühlvoller“ Lösungen (zerbrochenes Geschirr, Beleidigungen, Verletzungen oder auch ein versöhnender Geschlechtsakt dienen nie dazu, die grundlegenden Probleme zu lösen) und auch eine „lebensweltlich-orientierende“ Lösung der Atommülllagerung scheint wenig erfolgversprechend. Wir haben nirgendwo ein anderes Mittel als das der kritischen Rationalität, auch – und vor allem – in Bereichen der Ethik und Moral: Indem man sich (vorläufig) auf bestimmte Positionen festlegt, mögliche Folgen von Maßnahmen erörtert, daraus Rückschlüsse auf das zu erreichende Ziel zieht und dann vielleicht diese Ziele oder auch die Anfangspositionen revidiert, da sie bestimmten Folgerungen widersprechen. In den allermeisten Fällen kann man sich auf Grundpositionen (etwa die Menschenrechte) einigen – und nur wenn auch hier keine Einigung erzielt werden kann, ist der kritisch-rationale Dialog sinnlos (wer etwa dem anderen seine Lebensberechtigung abspricht, wird von diesem nicht mehr erwarten können, dass er sich auf eine Diskussion über die bestmögliche Vernichtung einlässt). Aber solche Fälle sind äußerst selten, im Gegenteil: Man wird sehr oft feststellen können, dass die Übereinstimmungen sehr viel stärker sind als gedacht.

Insofern könnte ein solcher kritisch-rationaler Dialog natürlich auch über die lebensweltlich-hermeneutischen Methodologien geführt werden, indem man sie definiert, ihre Problemlösungspotential untersucht und kritisiert. Allerdings werden diese Methoden entweder nicht klar umrissen oder aber dogmatisch durchgeführt (wie z. B. bei Gadamer, der explizit darauf hinweist, dass zu „bestimmten“ Fragen der „Laie“ (also alle diejenigen, die Gadamer als solche bezeichnet) keine Stellungnahme abgeben kann). Und so krankt dieses Buch an einem unklaren Denkstil, an häufigen Widersprüchen (man will dann doch nicht hinter dem erreichten Stand von Wissenschaft und Technik zurück, allerdings Philosophie betreiben in einer Form, als ob es keine Wissenschaft gäbe: Statt Atome Substanzanalysen, philosophische Anthropologie ohne Evolutionstheorie, Theorien des Geistes ohne Hirnphysiologie usf.) Wobei die Wissenschaft nicht nur in diesen grundsätzlichen Fragen eine Rolle spielt (spielen muss: Ansonsten wird die Philosophie tatsächlich zu einer elitären Gehirnakrobatik), sondern auch für die Lösungen aller lebensweltlich-orientierenden Fragen. Denn diese Lösungen müssen sich immer am Möglichen, Machbaren orientieren: Und die Grenzen des Machbaren werden durch die Naturwissenschaft bestimmt.

In weiten Teilen handelt es sich hier um ein oberflächliches Stammtischpamphlet, das vor allem im Internet (und der ständigen Verfügbarkeit des Wissens) den Untergang aller Werte zu erkennen glaubt. Die Auslassungen über das vermeintlich Antidemokratische, Oberflächliche, Gefühlslose, Isolierende und Verdummende des Internets erinnern mich in ihrer Einfalt an die Frage, die eine ältere Dame an mich richtete, nachdem sie erfahren hatte, dass ich einen Internetanschluss habe: „Sie interessieren sich also auch für Kinderpornos??“ Die Dame war über 80 und schrieb kein Buch über den philosphischen Verfall in der Gegenwart: Insofern konnte ich ihr ihre Haltung nachsehen. Bei einer sich aufgeschlossen gerierenden Autorin fällt das allerdings schwer, im besonderen dann, wenn sie eine Kritik des Denkens zu geben sich bemüßigt fühlt. Mehr wie Platitüden und Banalitäten nebst einiger philosophischer Unbildung (z. B. die Chuzpe, Max Webers Ausführungen zum Werturteilsstreit zu kritisieren, ohne auf die in diesem Zusammenhang wahrscheinlich unübertroffenen Analysen von Hans Albert auch nur im entferntesten einzugehen) ist aus diesem Buch nicht zu entnehmen, es ist ein höchst uninspirierter Versuch, alte neopositivistische Argumente (die in dieser radikalen Form nicht einmal von den Neopositivisten selbst vertreten wurden) in einer dumpf-technikfeindlichen Atmosphäre vorzutragen.


*Ich setze den Begriff „Lebenswelt“ deshalb unter Anführungszeichen, weil mir seine Bedeutung weder bei Husserl noch bei Habermas oder der Erlanger Schule wirklich deutlich wurde: Sie ist etwas, das ich immer schon habe, eigentlich „unhintergehbar“ ist, unter bestimmten Bedingungen aber doch wieder in Frage gestellt werden kann. Zumeist aber wird sie als ein unhintergehbarer Teil der „idealen Kommunikationsgesellschaft“ im Apel-Habermasschen Sinne betrachtet, ein Konstrukt, das ebensowenig von epistemologischer Relevanz ist. Bzw. es diente längere Zeit dazu, einen Letztbegründungsanspruch erheben zu können.

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9 Kommentare zu Dagmar de Sauvage: Krise der Philosophie (oder einer Autorin)

  1. Stefan Eggert sagt:

    Hallo.
    Nachtrag:
    Mein letzter Kommentar hat dich etwas vom Thema Wissenschaftstheorie entfernt.
    Was ich aber noch erwähnen möchte ist, dass ich mich frage, wie man nach Auschwitz noch einen so naiven Fortschrittsglaubrn vertreten kann, hat von der Geschichte nichts begriffen und argumentierte a-historisch.

    • Lieber Herr Eggert,

      ich bin ja selbst schuld, weil ich mich entgegen besseren Wissens immer wieder zu Antworten verleiten lasse. Auch wenn sie – verständlicherweise – sich gegen die Apostrophierung Ihrer Beiträge als „dumm“ verwehren: Ich finde leider keinen anderen Ausdruck dafür. Und sie haben auch nicht in Ansätzen meinen letzten Beitrag verstanden – oder verstehen wollen – ich lasse das offen. Außerdem zeugt es von einigem Unwissen, der Logik resp. analytischen Philosophie ihren Beitrag zur Erkenntnis abzusprechen (und einen solchen vielleicht gar der krit. Theorie zuzusprechen). Und – man darf und soll auch nach Auschwitz Gedichte schreiben und sich der Technik bedienen. Genau diese Argumentation ist eben – dumm (weshalb sie auch keine Antwort verdient), sie entspricht einem linken Stammtischgesülze, das intellektuell nicht höher steht als ein Pegida-Rundschreiben. Das soll es nun hier gewesen sein (und so nebenbei: Ihre Beiträge sind sprachlich indiskutabel und in ihrem Inhalt schon dadurch kaum zu verstehen). Verschonen Sie das Blog in Zukunft mit derlei Wortspenden. Danke!

      • Stefan Eggert sagt:

        Hallo.
        Sie missverstehen mich.
        Ich bin kein ‚Linker“, sondern gläubiger Jude. Die Grösse meine Invektiven zurückzunehmen, besitze ich.
        Beendet habe ich ein Studium der Judaistic und somit vielleicht wirklich icht das nötige Fachwissens.
        Die Diskussion hat sich verselbständigt und vom eigentlichen Thema der Wissentheorie anhand des Titels der Frau de Sauvage entfernt.
        Meine Empörung galt der Verdammung der Kritischen Theorie als (säkulare) jüdische Philosophie.
        Außerdem empfand ich den Angriff auf Technichfeindlichkeit auch als Verunglimpfung jahrtausendalter jüdischer Tradition.
        Die vielen falsch gesetzten Buchstaben entspragen meiner Empörung über Ihren doch manchmal recht provokativen Stiles.
        Eine weitere Stellungnahme wird nicht folgen, da brauchen Sie keine Befürchtungen zu haben.
        G-tt will Harmonie und so biete ich Ihnen eine Entschuldigug an , bzw bitte darum.
        Doch bitte akzeptieren Sie, dass für mich die Torah Quelle der Wahrheit ud Wegweiser für mein Leben ist.
        Dies alles mag für Sie irrational sein, aber akzeptieren Sie, dass es unterschiedliche und auch persönliche Wege zur Erkenntnis eines glücklichen , sittlichen und g-ttgefälligen Lebens gibt.
        Shalom

        • Alles in Ordnung für mich. – Sie haben zwar richtig vermutet, dass ich den Glauben an Gott nicht verstehen kann, ich nehme ihn hingegen als Phänomen hin. Wenn auch mit einer Portion Skepsis, da Religion per se zum Dogmatismus neigt, der andere häufig zu bekehren oder abzuwerten neigt. Aber darüber sollten wir keinesfalls mehr diskutieren, hier wäre der nächste Konflikt vorprogrammiert. (Im übrigen eignet mir trotz aller Polemik ein großes Harmoniebedürfnis.) Ich wünsche Ihnen jedenfalls jenes glückliche Leben, ob mit oder ohne Torah. (Im übrigen habe ich keine Sekunde an die „kritische Theorie“ als eine „jüdische“ Theorie gedacht: Der logische Empirismus als sein Gegenstück verdankt dem Judentum wahrscheinlich sehr viel mehr als die „kritische Theorie“.)

  2. Stefan Eggert sagt:

    Zugegeben sei, dass auch in „linken“ Kreisen Unvernuft zugegen sein kann und oftmals ist.
    Meine Empörung galt Ihren polemischen und wenig sachlichen Formulierungen.
    Und dass Sie die kritische Theorie als Technikfeindlich disqualifizieren greift meines Erachtens zu kurz.
    Es geht um Nützlichkeitserwägungen und zwar im Hinblick auf die potentielle Vermehrung des Glückes des Menschen.
    Nicht jede technische Entwicklung hat in der Vergangenen dazu beigetragen und sicherlich wird das auch in Zukunft nicht per se der Fall sein. Es geht also um Reflexion.
    Und zumindest den Versuch zu unternehmen died zu tun, halte ich für durchaus geboten.
    Vielmehr ging es doch in der jüngeren Vergangenheit eher um Leistungstoptimierung und somit eher um eine Entmenschlichung,

    • Lieber Herr Eggert!

      Die „kritische Theorie“ ist technikfeindlich. Sauvage orientiert sich explizit an Habermasens Unterscheidung der Erkenntnisinteressen (die m. E. auch nicht im mindesten ihrem Anspruch einer „Unterteilung“ gerecht werden: Es zeugt von ungeheurer Engstirnigkeit, das technische Erkenntnisinteresse (und damit das gesamte analytisch-empirische Denken) mit seiner Verwertbarkeit gleichzusetzen). Dass nicht jeder technische Fortschritt der Menschheit zum Wohl gereicht hat, ist trivial: Allerdings hat das nichts mit dem „technischen Erkenntnisinteresse“ (oder der empirischen Forschung) zu tun, sondern mit politischen Entscheidungen; diese hinwiederum müssen im Sinne einer offenen Gesellschaft einer ebenso offenen Kritik unterzogen werden. Das Organon dieser Kritik aber ist eine rational-deduktive Argumentation.

      Gerade eine Kritik aber ist im gesamten Buch von Frau Sauvage nicht zu finden: Hier werden Befindlichkeiten (v. a. ihre eigenen) angesprochen und es wird auf ein längst überkommenes, im Jahr 2002 vollkommen veraltetes Gedankengut zurückgegriffen. Niemand hat je (und schon gar nicht vor 15 Jahren) einen so einfältigen, kruden Positivismus vertreten, niemand sich zu der Teilung von Natur- und Geisteswissenschaften im Sinne des 19. Jahrhunderts bekannt. Die Autorin, der man ihr damals noch „jugendliches“ Alter zugute halten kann, war mit einer solchen Analyse schlicht überfordert, ihr fehlten die philosophischen Grundlagen. Aber man sollte dennoch wissen – oder spüren – was man kann (oder besser lassen sollte). Und wer eine derart altkluge Attitüde einnimmt, muss mit den entsprechenen Konsequenzen leben.

      Diese Überforderung (nebst Altklugheit) ist im übrigen nicht nur mir aufgefallen: Hier weist Matthias Kroß (zweite Rezension der Süddeutschen) auf den gleichen Punkt hin: „Wissenschaftstheoretisch beschlagene Autoren habe sie sich offensichtlich zu lesen geweigert“. Deshalb wurde das Buch eben nur eine billige Streitschrift, die einfach nur peinlich wirkt, wo sie sich etwa „geisteswissenschaftlich“ (im Diltheyschen Sinne) mit den Problemen der Globalisierung auseinanderzusetzen anschickt (S. 156 ff). (Im übrigen wird auch dort wieder das Loblied auf den Relativismus gesungen, der sich aus der Tatsache, keine Gewissheit erreichen zu können, keineswegs ableiten lässt. Seit Trump wissen auch die Relativisten, warum eine solche Haltung problematisch ist.) Tut mir leid: Die sich durch das gesamte Buch ziehende Simplifizierung wissenschaftstheoretischer Erkenntnisse ist tatsächlich nichts anderes als Stammtischpolemik – nur eben von der Seite anarchisch-künstlerischer Naturfetischisten. (So nebenbei: Gerade die Ökologie bedarf wie kaum ein anderes Gebiet der Forschung, der Technik – und keiner geisteswissenschaftlicher Lebenswelten.)

      • Stefan Eggert sagt:

        Hallo.
        Ihre Argumente scheinen auf den ersten Blick einer gewissen Überzeugung nicht zu entbehren.
        Sie sind aber nicht frei von nennen wir es mal Missverstänflichlkeiten.
        Sie, der soviel Wert auf analytisch, empirische Erkenntnis legen, sprechen davon :..die Autorin hätte zumindest spüren, was man kann oder nicht, klingt doch arg nach Metaphysik.
        Plötzlich soll sie nicht mehr wissen sondern spüren.
        Das ist keine analytische Kategorie .Ihr provokanter, an Arroganz grenzender Stil hier einen ernstzunehmenden Versuch einer Reflexion über Technik zu verunglipfen, es tut mir leid, lässt den Verdacht aufkommenmen es handle sich um narzisstische Selbstbefriedigung.
        Wenn die Anwendung neuester Technik det Politik überlassen wird, haben wir ja in der Vergangenheit gesehen , wohin das führen kann.
        Ihre Vorliebe für die analytische Philosophie in allen Ehren.
        Aber sie hat den Begriff euphemistisch ausgedrückt doch arg verengt.
        Denn auch qualitative Forschungsmethoden
        , wie die Hermeneutik oder die für Sie wahrscheinlich fachfremde und unwissenschaftliche Psychoanalyse sind Formen der Analyse.
        Im übrigen, sollte es die Aufgabe wenn überhaupt die Wissenschschaftstheorie einen Sinn haben soll sein, zu erkennen, was in Ihren Augen trivial ist und was von Bedeutung
        Im übrigen schadet es nicht so genannte Trivialitäten zu reflektieren, sonst könnte man sie als solche auch gar nicht erkennen. Was jetzt einer Wiederholung gleichkommt.
        Und das ihnen auch Wahrheit zukommt , wollen Sie ja nicht ernsthaft bestreiten.
        Die anaytische Philosophie, im speziellen die formale Logik hat zur Erkenntnis der Welt nichts beigetragen.
        Und ihr völliges Absehen von moralischen Kriterien (und hier mag ich falsch liegen, mit ist nur der Versuch von Karl Menger bekannt) macht sie für mich für einen Jargon für Eingeweihte, der sich der eigenen“Genialität“ erfeut.
        Formale Logik und Erkenntnistheorie sind, wie Sie wissen nicht fie einzigen Disziplinen in der Philosophie.
        Sie verabsolutieren fiese aber dazu.
        Eine kritische Philosophie der Gesellschaft oder eine Moralphilosophie haben genauso ihre Berechtigung.
        Machen Sie nicht den Fehler Ihre eigenen Vorlieben als allgemeine hinzustellen.
        Mit keinem Wort gehen Sie darauf ein, dass Sie mich bzw die Autorin mit dem Vorwurf der Dummheit auf das schärfste beleidigt haben.
        Wie gesagt, es schreit stark danach, dass Sie narzisstische Tendenzen aufweisen und sich daher per definitionem für den Größten halten.
        Beleidigungen. Provokationen, missglückte Polemik, dass ist Ihr „Stil“.
        Damit beende ich die Diskussion, da ich in Ihren Augen ja ohnehin „dumm“ bin.

  3. Stefan Eggert sagt:

    Oberflächliches Stamtischpaphlet ist eine Unverschämtheit.
    Der Rezensent scheint da wohl einiges bloss nicht verstanden zu haben.
    Das intellektuelle Niveau der Autorin unterbietet er mühelos.
    Seine geistige Schärfe grenzt an einen Teller Tomatensuppe.

    • Das mit dem Stammtisch hört man in vorgeblich aufgeschlossen Kreisen nicht so gerne, aber: Dummheit ist keineswegs ein Privileg der rechts-dumpfen Reichshälfte. Technik- und Fortschrittsfeindlichkeit sind per se noch kein Programm, auch sie bedürfen einer argumentativen Unterfütterung. Wie im übrigen auch Kommentare: Ohne kritisch-argumentative Substanz droht das Daten-Nirvana.

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