Longos: Daphnis und Chloë [ΛΟΓΓΟΥ ΠΟΙΜΕΝΙΚΩΝ ΤΩΝ ΚΑΤΑ ΔΑΦΝΙΝ ΚΑΙ ΧΛΟΗΝ ΛΟΓΟΣ ΠΡΩΤΟΣ]

Darüber, ob der Verfasser des kleinen Romans Daphnis und Chloë überhaupt „Longos“ geheißen habe, oder ob dies nicht ein Abschreibfehler in der einen von den beiden Handschriften aus dem 10. Jahrhundert gewesen sei, die die ältesten Überlieferungszeugen darstellen, streiten sich die Fachleute. Die zweite, im Allgemeinen als zuverlässiger geltende Handschrift hat an Stelle von „Longoi“…

Johann Peter Hebel: Briefe 1784-1809

Von den Herausgebern werden die beiden die Leseausgabe der Werke Johann Peter Hebels abschließenden Briefbände als Einheit betrachtet. Der erste Briefband (= Band 5 der Ausgabe) enthält also keine Anmerkungen, kein Register. Dennoch habe ich beschlossen, den hier separat vorzustellen. Er enthält, wie ich finde, einige wichtige bzw. interessante Briefe Hebels, und so lohnt es…

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Ästhetik (1832/33) / Über den Begriff der Kunst (1831-33)

Er hat – auch parallel zu Hegels Ästhetik-Vorlesungen – immer mal wieder an der Universität Berlin über dieses Thema gelesen. Aber obwohl er ein paar Mal über Ästhetik las, hat Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher zu Lebzeiten nichts davon veröffentlicht. Im vorliegenden Buch haben wir seine Notizen zu einer kleinen Vortragsreihe Über den Begriff der Kunst…

Johann Peter Hebel: Kalenderbeiträge

Ja, da sind sie nun: Hebels berühmte Kalendergeschichten, auf denen damals wie heute seine ganze Bekanntheit in der deutschen Literatur beruht. (Die ebenfalls großartigen Allemannischen Gedichte werden zwar in der Literaturgeschichte immer wieder erwähnt, sind aber selbst im deutschen Sprachraum nicht jedem so einfach zugänglich wie die Kalendergeschichten.) Sogar Goethe ließ sich die Kalender mit…

Johann Peter Hebel: Gedichte und frühe Schriften (1776-1801)

Für Johann Peter Hebel habe ich eine eiserne Regel meiner kleinen Bibliothek gebrochen, die da lautet: Wenn du bereits eine brauchbare und einigermaßen gut aussehende Ausgabe eines Autors oder eines Werks hast, kaufe keine zweite! (Und falls du es doch tust, entsorge zumindest die erste!) Denn als ich gesehen habe, dass bei Wallstein eine Hebel-Werkausgabe…

Friedrich Heinrich Jacobi: Romane II – Woldemar

Mme de Staël hielt Jacobi für den größten lebenden deutschen Philosophen – auch und gerade wegen seines Woldemar. Goethe hingegen soll sich über dieses Werk lustig gemacht haben. Nun sind beider literaturkritischen oder gar philosophischen Fähigkeiten nicht über jeden Zweifel erhaben. Im vorliegenden Fall tendiere ich eindeutig dazu, dem Deutschen Recht zu geben. Frau von…

Ist das Kunst oder kann das weg?

Wer in diesen Tagen den Bahnhof Biel in Richtung Bahnhofplatz verlässt, wird sich unter Umständen obige Frage stellen. Das heißt, wer das zum ersten Mal tut, wird zunächst wohl andere Fragen haben. So ging es jedenfalls mir, als ich neulich in Biel war. Draußen vor dem Bahnhofsgebäude sieht man nämlich, wenn man in der Vorhalle…

Wilhelm Waiblinger: Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn

Gelesen in folgender Ausgabe: Wilhelm Waiblinger: Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn. Mit einer Einleitung von Kurt Oesterle sowie zusätzlichen Quellen und Materialien. Tübingen: Klöpfel & Meyer, 2017 Die zusätzlichen Quellen und Materialien bestehen vor allem aus Tagebucheinträgen Waiblingers, die er anlässlich seiner Besuche bei Hölderlin niedergeschrieben hat. Verlag und Herausgeber taten gut daran, den…

Reinhard Horowski: Hölderlin war nicht verrückt

Eigentlich hatte ich den französischen Germanisten Pierre Bertaux schon wieder vergessen. Vor allem dessen zweites Werk zu Hölderlin – das auf Deutsch ganz simpel Friedrich Hölderlin hieß und hierzulande 1978 zum ersten Mal erschienen war – vor allem dieses Werk also hatte seinerzeit doch einiges Rumoren in der germanistischen Landschaft verursacht. Bertaux behauptete doch nichts…

Friedrich Heinrich Jacobi: Romane I – Eduard Allwill

Unter dem Titel Eduard Allwill veröffentlichen die Herausgeber der Kritischen Ausgabe von Jacobis Werken zwei Fassungen desselben Textes: Eduard Allwills Papiere von 1776 und Eduard Allwills Briefsammlung von 1792, denen sie jeweils Varianten zuzählen. Die erste Fassung, mit einem (anonymen) Zitat von Goethe einsetzend, Lavater und Shaftesbury zitierend, orientiert sich in Stil und Inhalt stark…