Food & Drinks at the Valley

Man könnte meinen, wir befinden uns irgendwo im Mittleren Westen der USA, wenn man den Namen des Events liest. (Ja, ich weiß: Selbst der Begriff „Event“ gehört zu jenem neudeutschen Vokabular, das in gewissen ‘Szenen’ heute um sich greift. Passons.) Food & Drinks at the Valley heißt ein im Grunde genommen recht kleines Streetfood-Festival, das…

5. Streetfooddays – Winterthur

And now, wie Monty Python zu sagen pflegte, to something completely different: An jeder Ecke stehen sie unterdessen, in jeder Stadt: Jene mobilen Gefährte, die innen so umgebaut sind, dass sie als Espresso-Bar dienen können, als Grill, als Kochstätte. Kaffee bieten sie an, Latte macchiato, Hamburger, Würstchen, Döner. Längst aber werden nicht mehr nur die…

Ulrike Gastmann / Christian Bosse: Das Kamasutra des Mulls

Ja, richtig gelesen: des Mulls, nicht des Mülls. Obwohl ein Mull, wenn ich richtig gezählt habe, ein einziges Mal erwähnt wird. Und das Kamasutra gar nicht. Müll hingegen des öfteren. Ich weiß nicht, wie bekannt die beiden Autoren außerhalb Leipzigs sind. Ich bin auf sie gestoßen im Rahmen des Rahmenprogramms „Leipzig liest“ der Leipziger Buchmesse….

Rex Stout: In den besten Familien

Irgendwie erweckt dieser, der vierte, Band aus der Reihe der neuen Komplett-Übersetzungen von Rex Stouts Nero-Wolfe-Krimis (erschienen 2019) den Eindruck, als wäre der Verlag Klett-Cotta der Sache schon jetzt herzlich überdrüssig. Das liegt nicht an der Übersetzung von Werner Löcher-Lawrence – die passt sich harmonisch in bereits vorliegenden ein und bringt den leicht ironischen Erzählton…

Hermann von Pückler-Muskau: Acht Frühlings- und Sommertage aus dem Leben Mischling’s

Fürst Pückler hat nicht nur das gleichnamige Eis erfunden. Er war vor allem ein grosser Reisender vor dem Herrn. Seine Bücher über eben diese Reisen veröffentlichte er unter dem Pseudonym Semilasso oder auch Der Verstorbene. Es waren denn auch diese Bücher, die ihn weiteren Kreisen bekannt machten. Sie sind bis heute stilbildend und richtungsweisend für…

Leipziger Buchmesse 2019, Sonntag. Oder: Als ein Coffee Table Book meine vorletzte Veranstaltung aus der Agenda gestrichen hat

Um den Titel zu erklären, muss ich kurz ausholen. Ich bin seit geraumer Zeit Mitglied der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. Genau gesagt: Letztes Jahr waren es genau 20 Jahre seit meinem Beitritt, wie die Buchgesellschaft (die diesbezüglich besser Buch führt als ich) mir mitgeteilt hat und mir zugleich aus einer Auswahl an Büchern und anderem die Wahl…

Leipziger Buchmesse 2019, Samstag. Oder: Wie sich der Teufel in Luft aufgelöst hat

Eigentlich hatte ich heute drei Veranstaltungen auf dem Radar. Zwei davon am Vormittag auf dem ‹Blauen Sofa›, eine gleich nach dem Mittag am ‹Schweizer Stand›. Eigentlich. Denn zum Glück kam es mir noch in den Sinn, unmittelbar nach dem Betreten der Messe rasch die elektronische Agenda des ‹Blauen Sofas› zu konsultieren. Mein allererster Termin wäre…

Leipziger Buchmesse 2019, Donnerstag. Oder: Warum ich überzeugt bin, dass die Verantwortlichen der Leipziger Buchmesse schon wieder bereuen, jemals Blogger eingeladen zu haben

Man wird alt, habe ich festgestellt. Tatsächlich bin ich schon gestern zur Leipziger Buchmesse angereist; aber dieses Jahr verspürte ich keinerlei Bedürfnis, meine Anreise in einem separaten Blogeintrag zu schildern. (Es hat sich diesmal auch absolut nichts Verzeichnenswürdiges ereignet.) Nun bin ich also schon mehr als einen Tag hier in Leipzig und habe sogar meinen…

Patrick Leigh Fermor: Die Zeit der Gaben. Zu Fuß nach Konstantinopel: Von Hoek van Holland an die mittlere Donau. Der Reise erster Teil

Ganze 18 Jahre alt war Fermor, als er zu seiner grossen Fussreise quer durch Europa von Hoek van Holland bis nach Konstantinopel (Istanbul) aufbrach. Ganze 18 Jahre alt, aber schon von sich und seinem Leben degoutiert. So war diese Reise auch eine Art Selbstheilungs- oder Selbstfindungstrip – allerdings ohne, dass er grosses esoterisches Gedöns darum…

Stephen Sondheim: Sweeney Todd

Kann ein Opernhaus auch Musical? Immerhin sind, trotz des ähnlichen Genres, die Anforderungen ein bisschen anders: Musicals werden normalerweise während einer Saison von mehr oder weniger der gleichen, nicht allzu grossen Truppe aufgeführt. Die Orchestrierung ist eine ganz andere. Meistens sind es auch nicht ausgebildete SängerInnen, die auf der Bühne stehen, sondern SchauspielerInnen, die auch…