Netzwerk der Aufklärung. Neue Lektüren zu Johann Heinrich Merck

Herausgegeben von Ulrike Leuschner und Matthias Luserke-Jaqui. Berlin, New York: Walter de Gruyter, 2003 Dieses Buch versammelt verschiedene (ich weiss nicht, ob alle) Vorträge, die am 25. März 2002 an einem wissenschaftlichen Kolloquium zum Thema Johann Heinrich Merck in Darmstadt gehalten worden sind. Dieses Kolloquium war auch der Startschuss für eine neue Edition der Briefe…

Gottfried August Bürger: Briefwechsel. Band I: 1760 – 1776

Herausgegeben von Ulrich Joost und Udo Wargenau. Göttingen: Wallstein, 2015. – Eine geballte Ladung Kompetenz steht also hinter dieser Ausgabe, war doch Ulrich Joost schon mitverantwortlich bei der Herausgabe des Briefwechsels eines anderen (Wahl-)Göttingers derselben Epoche, Georg Christoph Lichtenberg, und auch beim Wallstein-Verlag kennt man sich mit Briefwechseln aus jener Zeit sehr gut aus, man…

»Einen Spiegel hast gefunden, der in allem Dich reflectiert« – Johannes von Müllers Liebesbriefe an ‘Graf Louis Batthyány Szent-Iványi’ von 1802-1803

Neun Monate lang, von Juni 1802 bis März 1803, schrieb der Wiener Bibliothekar mit Schweizer Wurzeln, Johannes von Müller, feurige Liebesbriefe an einen ungarischen Grafen. Dann brach der Skandal aus. Was war genau geschehen? Johannes (später: von) Müller wurde 1752 in Schaffhausen in der Schweiz geboren. Er starb 1809 in Kassel. Schon früh war dem…

Bernhard Fischer: Johann Friedrich Cotta. Verleger – Entrepreneur – Politiker

Gefragt nach den Protagonisten der deutschen Klassik, werden einem Goethe in den Sinn kommen, und Schiller natürlich. Dann wahrscheinlich noch Herder. Schon weniger wahrscheinlich Wieland. Wilhelm von Humboldt habe ich auch schon nennen gehört – als Gesprächspartner vor allem Schillers, in Zusammenhang mit Fragen der klassischen Ästhetik. Aber Cotta? Wer ist Cotta? Diese Lücke in…

»Es ward als ein Wochenblatt zum Scherze angefangen« – Das Journal von Tiefurt

Am 15. August 1781 wurde ein “Avertissement” in einer Kleinauflage von 50 Ex. in Weimar gedruckt und verteilt bzw. verschickt. Darin hiess es u.a.: “Es ist eine Gesellschaft von Gelehrten, Künstlern, Poeten und Staatsleuten, beyderley Geschlechtes, zusammengetreten, und hat sich vorgenommen alles was Politick, Witz, Talente und Verstand, in unsern dermaligen so merkwürdigen Zeiten, hervorbringen,…

Johann Heinrich Merck: Briefwechsel. Band 1

Ich mag Briefwechsel. Besonders, wenn die Briefpartner sich auch etwas zu sagen haben. Johann Heinrich Merck (1741-1791) ist einer, der etwas zu sagen hat. Deshalb ist es sehr verdienstvoll von der Technischen Universität Darmstadt, der Herausgeberin Ulrike Leuschner und dem Wallstein-Verlag, im Jahre 2007 eine fünfbändige Gesamtausgabe von Mercks Briefwechsel geliefert zu haben, auf die…

Johann Heinrich Merck: Gesammelte Schriften. Band 1: 1760-1775

Erschienen 2012 im Wallstein-Verlag. Johann Heinrich Merck (1741-1791) ist eine jener Gestalten, die heute fast nur noch dem Germanisten bekannt sind. Und wie bei der Göchhausen, ist es Goethes Licht, das auch Merck vor dem kompletten Absinken in die Schattenwelt bewahrte. Merck war der vielleicht am meisten gleichberechtigte unter den Freunden Goethes vor dessen Italienreise;…