Laurence Sterne: Eine empfindsame Reise / Briefe an Eliza / Tagebuch des Brahmanen / Satiren / Kleine Schriften

Enthält, subsummiert unter den Satiren und den Kleinen Schriften, Folgendes: Ein politisches Märlein Ein Fragment in Rabelais’scher Manier Ein Impromptu Zwei Epitaphe Memorandum Bei letzterem handelt es sich um eine kleine Familiengeschichte, die Sterne zu Handen seiner Tochter geschrieben hat. Der Rest ist für den Aficionado, der Sternes literarischen Werdegang genauer verfolgen will: Juvenilia, die…

Wolfgang Hörner: Laurence Sterne. Widersprüche des Menschseins

Falls sich jemand gefragt haben sollte, warum ich bei der Vorstellung von Leben und Meinungen von Tristram Shandy, Gentleman, Band 1 der neuen, kleinen deutschen Werkausgabe von Laurence Sterne, geschrieben habe, dass sie 3½ Bände umfasse (und dieser Jemand muss sich gefragt haben, denn mich hat keiner gefragt): Dies hier ist der halbe Band. Eine…

Thomas Leinkauf: Grundriss Philosophie des Humanismus und der Renaissance (1350 – 1600). Band 1

Leinkaufs Grundriss erfüllt alle Bedingungen, um für den von ihm behandelten Zeitraum ähnlich epochemachend zu werden, wie es Zellers Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung vor 100 Jahren für die Philosophiegeschichte des antiken Griechenland war. Leinkaufs Darstellung ist fakten- und von daher auch umfangreich (rund 2’000 Seiten). Sie richtet sich an ein Fachpublikum, das…

Richard Holmes: The Age of Wonder. How the Romantic Generation Discovered the Beauty & Terror of Science

Richard Holmes ist in seiner Heimat Grossbritannien bekannt als Verfasser von populärwissenschaftlichen Büchern zur Geschichte der Naturwissenschaften an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, sowie als Verfasser von Biografien zu den grossen englischen Romantikern Coleridge und Shelley. In diesem Buch vereinigt er beide Themen. Holmes geht chronologisch vor und beginnt mit der ersten Weltumsegelung…

The Revd James Woodforde: The Diary of a Country Parson

James Woodforde lebte von 1740 bis 1803. Seit seinem 19. Lebensjahr führte er Tagebuch. Zum Schluss sollte dieses Tagebuch 72 Notizbücher und zusätzlich über 100 lose Blätter umfassen. In England ist Woodforde recht bekannt und geniesst Kultstatus. Im deutschen Sprachraum kennt man ihn kaum – nicht einmal zu einem Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia hat…

Philip K. Dick: The Man in the High Castle [Das Orakel vom Berge]

‘Alternate History’ (die deutsche Übersetzung ‘Alternativweltgeschichte’ kennt kein Mensch) gilt als Sub-Genre der Science Fiction1). So nennt man jene Geschichten, die davon ausgehen, dass ein bestimmter Punkt in der Weltgeschichte, ein bestimmtes Ereignis anders stattgefunden, nicht stattgefunden oder zusätzlich stattgefunden haben, und dass ab diesem Zeitpunkt die Weltgeschichte anders verlaufen ist als in der historischen…

L’après-midi d’un faune

I have had a dream, past the wit of man to say what dream it was: man is but an ass, if he go about to expound this dream. Methought I was—there is no man can tell what. Methought I was,—and methought I had,—but man is but a patched fool, if he will offer to…

Louis-Antoine de Bougainville: Reise um die Welt. Über Südamerika und durch den Pazifik zurück nach Frankreich 1766-1769

Sehr geehrter Herr Dr. Lars Martin Hoffman! Sie zeichnen als Herausgeber für den oben genannten Band aus der “edition erdmann im marix-verlag” verantwortlich und haben auch ein Vorwort dazu geschrieben. Das ist Ihr gutes Recht. Leider muss ich Ihnen gestehen, dass mir dieses Ihr Vorwort nicht so recht zu gefallen mag. Schon bei flüchtiger Lektüre…

Edmond de Goncourt: Journal. Erinnerungen aus dem literarischen Leben. 10: 1891-1893

Literarisch gesehen – denn um Erinnerungen aus dem literarischen Leben handelt es sich bei den Goncourt-Tagebüchern ja gemäss deutschem Untertitel – literarisch gesehen also zeichnet sich das Jahr 1891 dadurch aus, dass Edmond de Goncourt die Symbolisten zum ersten Mal als etwas Eigenständiges wahrnimmt. Er sieht in ihnen einerseits eine gegen die ‘Parnassiens’ gerichtete Bewegegung,…

Isak Dinesen: Seven Gothic Tales

Karen Blixen, eigentlich Karen Christence von Blixen-Finecke, geborene Dinesen (1885-1962), schrieb ihre literarischen Texte meist zuerst auf Englisch, bevor sie sich dann selber ins Dänische übersetzte. Auf Englisch veröffentlichte sie als “Isak Dinesen”, während derselbe Text auf Dänisch von “Karen Blixen” stammte. Warum sie im deutschen Sprachraum dann als “Tania Blixen” publiziert (wird), entzieht sich…