Anleitungen zum korrekten Verfassen von Briefen sind nicht neu, und Erasmus war keineswegs der erste, so etwas zu verfassen. Im Gegenteil: Schon die Antike kannte die Literaturgattung ‚Brief‘ und schrieb darüber. Im Mittelalter waren Briefsteller vor allem Anleitungen für die Schreiber in den Kanzleien von Fürsten und Bischöfen, Königen, Kaiser und Papst. Entsprechend ‚degenerierte‘ die…
Schlagwort: Ferdinand Beneke
1774-1848
Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/1: 1811-1813
Bekanntlich haben die Herausgeber der Beneke-Tagebücher beschlossen, die Abteilung III vor der Abteilung II zu veröffentlichen. Das habe seinen Grund darin, dass die hier aufgezeichneten Ereignisse sich jetzt gerade zum 200. Mal jähren. Es ist auch richtig: In gewissem Sinne waren die Jahre von 1811 bis 1816 Benekes beste. Zumindest sind es die Ereignisse dieser…
Begleitband III zu den Beneke-Tagebüchern: »Leben und Ansichten«
Nach etwas mehr als zwei Jahren ist im Wallstein-Verlag eine weitere Abteilung der Tagebücher des Hamburger Oberaltensekretärs Ferdinand Beneke erschienen. Die Herausgeber haben sich dafür entschieden, nach Teil I zuerst Teil III zu liefern; Teil II soll offenbar im Jahr 2018 folgen. Teil III enthält die Jahre 1811 – 1816 und umfasst 2 Bände eigentliches…
Leipziger Buchmesse 2016 – 1. Tag
Nun also hat die Leipziger Buchmesse 2016 auch für mehr als ein paar eingeladene Gäste begonnen. Neben ein bisschen Arbeit am eigenen Stand (Halle 5 – D 502; genauer gesagt sind wir nur Untermieter bei Literaturschock.de) habe ich den Tag damit begonnen, ein paar alte Bekannte aufzusuchen. Was hat sich im Vergleich zum letzten Jahr…
Besuch der Frankfurter Buchmesse 2014 (Tag 1)
(Planänderung: Eigentlich war die Idee, dass ich jeden Abend vom vergangenen Tag berichten wollte. Es hat sich herausgestellt, dass das W-LAN im Hotelzimmer nicht sauber funktioniert, und ich fürs Schreiben in den ziemliche lauten Gemeinsschaftssaal ausweichen müsste. So habe ich beschlossen, das einzige W-LAN auszunützen, das einwandfrei funktioniert: das des Pressezentrums der Frankfurter Buchmesse.) Gestern…
Begleitband I zu den Beneke-Tagebüchern: »Bürger und Revolutionen«
Der Beiband zu Ferdinand Benekes Tagebüchern unterscheidet sich schon optisch von den eigentlichen Tagebüchern: Broschur statt Leinen und weisser Buchrücken statt roter. Dieser Beiband ist mehr als das übliche Personenverzeichnis (hat es auch) oder gar die übliche Auflösung von rätselhaften Stellen und idiosynkratischen Abkürzungen (hat es auch). Dieser Beiband ist in Tat und Wahrheit ein…
Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. I/4: Beilagen 1792 bis 1802
Im vierten Band des ersten Teils haben die Herausgeber alle Dokumente versammelt, die in Zusammenhang mit Benekes Tagebuch stehen. Die dabei durchgeführte Unterscheidung nach Bei- und nach Anlagen habe ich zwar nicht verstanden, sie tut aber dem Erkenntisgewinn des Lesers keinen Abbruch. Denn einen Erkenntnisgewinn hat man tatsächlich. Beneke betrachtete ja seine Tagebücher als eine…
Edmond & Jules de Goncourt: Journal. Erinnerungen aus dem literarischen Leben. 1: 1851-1857
Das Tagebuch der Brüder Goncourt ist neben und zusammen mit dem des Briten Samuel Pepys das bekannteste seiner Art in der Weltliteratur. Doch während Pepys (und auch Beneke!) seinen Alltag für sich (Beneke sicher auch für seine Freunde) dokumentierte, klammern die Brüder Goncourt den praktisch völlig aus. Der Untertitel der deutschen Ausgabe sagt es: Sie…
Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. I/3: 1799-1801
Band 3 der ersten Abteilung ist der bei weitem umfangreichste (fast 700 Seiten), was vor allem dem Jahr 1801 zu verdanken ist, das über die Hälfte des Bandes einnimmt. 1801 ist ein ereignisreiches Jahr im Leben des Ferdinand Beneke. Beruflich ist er mittlerweilen einigermassen arrivierter Bürger Hamburgs, mit einer nicht schlecht gehenden Rechtsanwalts-Praxis und diversen…
Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. I/2: 1796-1798
Es ist wahr: Was kann ein 24-Jähriger (24 wird Beneke nämlich am 1. August 1798) in einem Tagebuch Weltbewegendes notieren, wenn dieser 24-Jährige nicht z.B. Goethe heisst? Wenig bis nichts. Beneke trifft in einer Assemblée einmal auf Wilhelm von Humboldt, ein andermal auf „Klopfstock“. (Da er bei einem späteren „Klopstock“ ganz klar festhält, dass es…