Saša Stanišic: Herkunft

Stanišic erzählt – wie der Titel anzeigt – von seiner Herkunft. Geboren 1978 in Bosnien-Herzegowina muss er 1992 aus Višegrad (an der Grenze zu Serbien gelegen) mit seiner Mutter fliehen und wächst in Deutschland (Heidelberg) auf. Es ist ein aktuelles Buch, ein Buch über das Fremdsein, Ausgrenzung, über Freundschaften und Erinnerungen aus längst vergangenen Zeiten….

Johann Peter Hebel: Schriften in chronologischer Folge (1787-1826) und Biblische Geschichten

Schriften Dieser Teil enthält alle Schriften Johann Peter Hebels, sofern sie nicht schon in den frühen Schriften von Band 2 der Werkausgabe enthalten sind. Darunter sind Gebete und Formulare für die eine oder andere kirchliche Situation; Exegesen einiger Bibelstellen; Gedanken zur Einrichtung der Schule, an der Hebel eine Zeitlang unterrichtete; ein Tagebuch einer Reise in…

Tom Liehr: Sommerhit

Aufmerksam wurde ich auf den Autor durch diesen Artikel, dem ich grosso modo zustimme (obschon die conclusio, dass Kunst einfach alles dürfe, selbstredend Unsinn ist: Kunst darf viel, hat sich aber an den juristisch-gesellschaftlichen Rahmen zu halten wie jede andere Äußerung auch). Und so sind bei meiner letzten Buchbestellung denn auch zwei Romane von Liehr…

Johann Peter Hebel: Kalenderbeiträge

Ja, da sind sie nun: Hebels berühmte Kalendergeschichten, auf denen damals wie heute seine ganze Bekanntheit in der deutschen Literatur beruht. (Die ebenfalls großartigen Allemannischen Gedichte werden zwar in der Literaturgeschichte immer wieder erwähnt, sind aber selbst im deutschen Sprachraum nicht jedem so einfach zugänglich wie die Kalendergeschichten.) Sogar Goethe ließ sich die Kalender mit…

Johann Peter Hebel: Gedichte und frühe Schriften (1776-1801)

Für Johann Peter Hebel habe ich eine eiserne Regel meiner kleinen Bibliothek gebrochen, die da lautet: Wenn du bereits eine brauchbare und einigermaßen gut aussehende Ausgabe eines Autors oder eines Werks hast, kaufe keine zweite! (Und falls du es doch tust, entsorge zumindest die erste!) Denn als ich gesehen habe, dass bei Wallstein eine Hebel-Werkausgabe…

Friedrich Heinrich Jacobi: Romane II – Woldemar

Mme de Staël hielt Jacobi für den größten lebenden deutschen Philosophen – auch und gerade wegen seines Woldemar. Goethe hingegen soll sich über dieses Werk lustig gemacht haben. Nun sind beider literaturkritischen oder gar philosophischen Fähigkeiten nicht über jeden Zweifel erhaben. Im vorliegenden Fall tendiere ich eindeutig dazu, dem Deutschen Recht zu geben. Frau von…

Wilhelm Waiblinger: Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn

Gelesen in folgender Ausgabe: Wilhelm Waiblinger: Friedrich Hölderlins Leben, Dichtung und Wahnsinn. Mit einer Einleitung von Kurt Oesterle sowie zusätzlichen Quellen und Materialien. Tübingen: Klöpfel & Meyer, 2017 Die zusätzlichen Quellen und Materialien bestehen vor allem aus Tagebucheinträgen Waiblingers, die er anlässlich seiner Besuche bei Hölderlin niedergeschrieben hat. Verlag und Herausgeber taten gut daran, den…

Günther Freitag: Mahlers Taktstock

Von einem, der auszog, das Gruseln zu lehren… Konrad möchte gerne Dirigent werden. (Eigentlich wollte er Pianist werden, aber er ist Allergiker, und seine häufigen Niesattacken bewogen ihn dazu umzusatteln.) Zu Beginn des Romans treffen wir ihn, wie er gerade von Wien nach Berlin umgezogen ist, um an der Berliner Universität seine entsprechende Ausbildung weiter…

Reinhard Horowski: Hölderlin war nicht verrückt

Eigentlich hatte ich den französischen Germanisten Pierre Bertaux schon wieder vergessen. Vor allem dessen zweites Werk zu Hölderlin – das auf Deutsch ganz simpel Friedrich Hölderlin hieß und hierzulande 1978 zum ersten Mal erschienen war – vor allem dieses Werk also hatte seinerzeit doch einiges Rumoren in der germanistischen Landschaft verursacht. Bertaux behauptete doch nichts…

Friedrich Heinrich Jacobi: Romane I – Eduard Allwill

Unter dem Titel Eduard Allwill veröffentlichen die Herausgeber der Kritischen Ausgabe von Jacobis Werken zwei Fassungen desselben Textes: Eduard Allwills Papiere von 1776 und Eduard Allwills Briefsammlung von 1792, denen sie jeweils Varianten zuzählen. Die erste Fassung, mit einem (anonymen) Zitat von Goethe einsetzend, Lavater und Shaftesbury zitierend, orientiert sich in Stil und Inhalt stark…