Herbert Pietschmann: Die Spitze des Eisbergs +++abgebrochen+++

Ein Buch von Pietschmann habe ich bereits besprochen, dieses vorliegende scheint eine etwas trivialere Kopie zu sein. Und diesmal habe ich auch widerstanden und das Buch aus zeithygienischen Gründen nicht zu Ende gelesen. Da das Buch offenkundig für eine breitere Leserschaft konzipiert wurde, sind auch die metaphysischen Anwandlungen leichter als solche identifizierbar. Aber der Ansatz…

David Lindley: Die Unbestimmbarkeit der Welt

Lindley erzählt die Geschichte der Physik von etwa 1800 bis zur Etablierung der Quantenmechanik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es ist die Geschichte, in der der Laplace’sche Dämon einer allgemeinen Unbestimmtheit weichen musste, in der der Traum von einer bis in die kleinsten Bereiche der Natur erforschbaren und vorherbestimmbaren Welt aufgegeben werden musste….

Michael Schmidt-Salomon & Lea Salomon: Leibniz war kein Butterkeks

Grundfragen der Philosophie behandelt in einem Dialog zwischen Michael Schmidt-Salomon und seiner Tochter Lea Salomon. Und mit dieser Form habe ich so meine Probleme: Ich kann schon das “Großartige” der platonischen Dialoge nur sehr schwer nachvollziehen – und ich halte ein solches Zwiegespräch auch nicht für geeignet, um philosophischen Fragen nachzugehen. Das mag im 4….

G. E. R. Lloyd: Greek Science

Naturwissenschaft im antiken Griechenland – so ungefähr würde ich den Titel dieses Buchs übersetzen. (Meine – zugegeben nur flüchtige – Suche nach einer deutschen Übersetzung hat kein Resultat gebracht. Zwar führen einige Bibliotheken im deutschsprachigen Raum Bücher von Lloyd in ihrem Bestand auf, aber keines seiner Werke scheint in einer deutschen Version zu existieren. Auch…

Karl R. Popper: Die Welt des Parmenides

Dieses Buch ist erst einige Jahre nach dem Tod Poppers erschienen und versammelt seine Schriften zu den Vorsokratikern (insbesondere zu Parmenides) bzw. zur griechischen Philosophie im allgemeinen. Ob man ihm damit etwas Gutes getan hat, lässt sich nach der Lektüre allerdings mehr als bezweifeln: Es handelt sich hier um eine äußerst unbefriedigende Zusammenstellung von Texten,…

Stephen Law: Philosophie. Abenteuer Denken

Philosophiebücher für Kinder oder Jugendliche gibt es einige (auch in Romanform wie “Sofies Welt”), zumeist fand ich das Angebot aber höchst dürftig und wenig geeignet (so war ich auch von Gaarders Buch wenig angetan). Gerade deshalb verdient das vorliegende eine kurze Erwähnung: Es scheint nämlich grosso modo überaus gelungen. Law stellt grundsätzliche philosophische Fragen: Nach…

Thomas Grundmann: Philosophische Wahrheitstheorien

Grundmann weist in diesem Text auf eine Problematik hin, die in diesem Blog schon häufig thematisiert wurde (etwa hier auf eher theoretische Weise oder hier in Bezug auf die aktuelle politische Lage): Die Korrumpierung der Wahrheit bzw. des objektiven Wahrheitsbegriffes hat zur Folge, das sich “die Frage nach der Richtigkeit” gar nicht mehr stellen lässt…

Norbert Sachser: Der Mensch im Tier

Sachser gehört zu den renommiertesten Verhaltensbiologen Deutschlands, der sich in seiner Forschung insbesondere mit verschiedenen sozialen Faktoren im Zusammenleben der Tiere beschäftigt und die Bedeutung der Genetik für diese sozialen Verhaltensweisen analysiert. Im vorliegenden Buch werden genau diese Zusammenhänge aufgezeigt und die Relevanz dieser Ergebnisse für den Menschen betrachtet. Dabei ist er ebenso wie etwa…

Kurd Laßwitz: Geschichte der Atomistik von Mittelalter bis Newton II

Band II von Laßwitz’ Geschichte des Atomismus (den er konsequent Atomistik nennt) ist mir unerwartet rasch in die Hände gekommen. Er hält im Grossen und Ganzen die hohe Qualität, der Darstellung, die ich schon beim ersten Band rühmen konnte. Es sind Laßwitz grob zusammengefasst folgende Punkte massgebend für die Entwicklung der ‘modernen’ (i.e. Newton’schen!) Auffassung…

Kurd Laßwitz: Die Lehre Kants von der Idealität des Raumes und der Zeit im Zusammenhange mit seiner Kritik des Erkennens allgemeinverständlich dargestellt

Gekrönte Preisschrift steht auf dem Titelblatt dieses 1883 erschienenen Textes. Tatsächlich handelt es sich hier um Laßwitz’ Antwort auf eine Preisauschreibung, die 1880 durch das Literatur⸗Institut von E. Last in Wien versandt wurde, im Namen eines gewissen Julius Gillis aus St. Petersburg; eine Preisausschreibung, deren Ziel es war, gleichgesinnte philosophisch durchgebildete Männer zu veranlassen, eine…