Briefe von und an Hegel 1785-1812

Herausgegeben von Johannes Hoffmeister. Hamburg: Felix Meiner, 1. Auflage 1952; 3., durchgesehene Auflage 1969. (= Philosophische Bibliothek 235) (Das Buch stammt aus einer Zeit, wo man seine Klassiker noch in Leinen mit Fadenheftung und farbigem Oberschnitt gebunden hat, und wo ein Lesebändchen noch nicht als nec plus ultra der Buchausstattung galt.) Wer sich erhofft, aus…

Paul-Henri Thiry d’Holbach: Éléments de la Morale universelle ou Catéchisme de la Nature

Elemente der Moral oder Katechismus der Natur: Der Titel dieses kleinen Werks von Holbach sagt eigentlich schon alles. Moral bzw. Ethik sind für Holbach eine Sache der Natur. Der Mensch wird sich, wenn er nicht verführt wird durch irgendwelche schlechten Geister, sehr wohl von Natur aus moralisch und altruistisch verhalten – so kann die Botschaft…

Paul-Henri Thiry d’Holbach: Système social ou Principes naturels de la Morale & de la Politique avec un examen de l’Influence du Gouvernement sur les Mœurs

Système social – Gesellschaftssystem. Wie viele Schriften Holbachs ist auch diese (1773) anonym erschienen. Ich weiss nicht, auf Grund welcher Argumente sie ihm von wem zugeschrieben worden ist; m.W. hat man in Holbachs Nachlass keine Liste gefunden mit den von ihm veröffentlichten Werken. Système social beginnt in einem einigermassen ‘philosophischen’ Ton, indem Holbach im ersten…

E. O. Wilson: Die soziale Eroberung der Erde

Wilson kann als einer der Gründerväter der Soziobiologie gelten. Und ihm ist ein recht seltenes Kunststück (gemeinsam mit Bert Hölldobler) gelungen – nämlich ein entomologisches Fachbuch über Ameisen (The Ants) zu einem Bestseller zu machen. Der Bezug zu den kleinen, staatenbildenden Tierchen fehlt auch in diesem Buch nicht: Gehören doch die Ameisen zu den wenigen…

Erwin Schrödinger: Die Natur und die Griechen

Erwin Schrödinger hat sich immer wieder auch auf für ihn fremde Gebiete gewagt: Etwa mit dem Buch “Was ist Leben?” in den Bereich der Biologie (und das Buch soll in den nächsten Monaten hier vorgestellt werden) oder eben in die Philosophie wie mit dem vorliegenden Buch. Schrödinger geht es vor allem um den Bezug der…

Isabelle Stengers: Wem dient die Wissenschaft?

Wenn heute von “Mächten” gesprochen wird, die einer genaueren Defintion ermangeln und auf nicht genau feststellbare Weise auf die Welt einwirken – zumeist in einem systemerhaltenden Sinn – dann vermutet man meistens – zu Recht – einen rechtspopulistischen Hintergrund. Dem war aber nicht immer so: Noch bis vor 20 Jahren (und das vorliegende Buch ist…

Franz M. Wuketits: Naturkatastrophe Mensch

Der Titel dieses Buches ist reißerisch und vermittelt eine falsche Vorstellung: Denn es geht weniger um die “Naturkatastrophe Mensch” (obschon das letzte Kapitel dem gewidmet ist), sondern um das Fortschrittsdenken in der Geschichte bzw. im evolutionären Bereich. Wobei Wuketits die Ansicht vertritt, dass es gerade dieses Denken ist, dass uns zu vielen höchst fragwürdigen Entwicklungen…

Edgar Zilsel: Die Geniereligion

Edgar Zilsel hat sich später noch ausführlicher mit dem Geniebegriff auseinandergesetzt und versucht, sich mit einer entsprechenden Arbeit zu habilitieren, ein Versuch, der durch den Widerstand konservativer Kreise an der Wiener Universität gescheitert ist. Das vorliegende Buch kann als Grundlage für die Habilitationsschrift bezeichnet werden, es nähert sich dem Geniebegriff nicht auf historische, sondern soziologische,…

Bernd Schuchter: Herr Maschine oder vom wunderlichen Leben und Sterben des Julien Offray de La Mettrie

Julien Offray de La Mettrie gehört zu den weniger bekannten Exponenten der französischen Aufklärung: Allerdings ist er keineswegs so verkannt wie Schluchter dies in dem Büchlein darstellt. Diese Mischung aus Biographie, historischer Einordnung und Werkanalyse macht aus dem französischen Arzt einen zu Unrecht völlig vergessenen Denker, während er tatsächlich mit D’Holbach, Maupertuis oder Grimm in…

Richard Rorty: Der Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie

Bücher, in denen ein Ende der Philosophie (überhaupt oder in ihrer aktuellen Form) gefordert oder gar vollzogen wird, gibt es immer wieder. Es gehört in der Philosophie sozusagen zum guten Ton, deren Ende zu verkünden. Meist kümmert sich die Philosophie nicht gross darum; ein bisschen Wirbel ist alles, was der Autor zu verursachen in der…