Steven Pinker: How the Mind Works [Wie das Denken im Kopf entsteht]

1997 ist dieses Buch zum ersten Mal erschienen; noch 2009 hielt es Steven Pinker, wie er in einem neuen Vorwort festhielt, für sein bis dato bestes Buch. Es ist sicherlich ein Buch, in dem Pinker eine große Bandbreite an Informationen und Themen bringt. Manchmal will mir scheinen, fast eine zu große… Denn auch ein Steven…

Rüdiger Lohlker: Die Salafisten

Rüdiger Lohlker ist Professor für Islamwissenschaften an der Uni Wien und bringt unzweifelhaft das entsprechende Fachwissen für ein Buch zu diesem Themenbereich mit. Dass es trotzdem ein eher zweifelhaftes, manchmal langweilendes Lesevergnügen ist, liegt zum einen an überbordendem Name-dropping (die Zahl der hier zitierten Interpreten des Koran oder der Hadithen ist Legion, leider erschöpfen sich…

Julian Huxley (Hrsg.): Der evolutionäre Humanismus

Das Buch enthält 10 Aufsätze von Wissenschaftlern und Philosophen zum “evolutionären Humanismus” als auch das berühmte Manifest von Julian Huxley zu den “Grundgedanken des evolutionären Humanismus”. Erschienen ist der Sammelband 1964 und damit ist das Hauptproblem bereits angesprochen: Fast alle Beiträge nehmen sich ein wenig betulich aus, immer wieder wird von der “Vervollkommnung” des Menschen…

+++ abgebrochen +++ Georg Cavallar: Islam, Aufklärung und Moderne

Wieder einmal ein Buch, das ich – einigermaßen verärgert – weggelegt habe. Diesmal aber schon nach wenigen Seiten und kurzem Querlesen. Der erste Eindruck: Pensionierter Gymnasiallehrer mit Toleranzattitüde verfasst einen längeren Leserbrief (ich musste schmunzeln, nachdem ich mich informiert hatte: Er ist noch nicht pensioniert). Da bemüht sich einer, “objektiv” zu sein und der Religion…

Friedrich Heinrich Jacobi: Schriften zum Streit um die göttlichen Dinge und ihrer Offenbarung

Selbst einem Profi kann eine Rezension mal aus dem Ruder laufen. Ein Beispiel ist der vorliegende Text: Eigentlich wollte und sollte Jacobi nur für eine Zeitschrift des Verlegers Perthes eine Rezension schreiben zum gerade erschienenen Band VI seiner Gesammelten Werke, die Mathias Claudius veranstaltete. Doch Jacobi kam vom Hundertsten ins Tausendste und schrieb schließlich einen…

Harald Lesch, Klaus Klamphausen: Die Menschheit schafft sich ab

Lesch wurde als “Tele-Physiker” bekannt und versilbert seine Bekanntheit mit diversen Büchern: Die – wie das vorliegende – eine eher krude Mischung aus Kosmologie, Menschheitsgeschichte, einer Prise Philosophie und ökologischem Warnruf sind. Und weil da vieles, alles untergebracht werden soll, hat man schlussendlich den Eindruck, so rein gar nichts erfahren zu haben. Der Anfang ist…

Herbert Pietschmann: Die Spitze des Eisbergs +++abgebrochen+++

Ein Buch von Pietschmann habe ich bereits besprochen, dieses vorliegende scheint eine etwas trivialere Kopie zu sein. Und diesmal habe ich auch widerstanden und das Buch aus zeithygienischen Gründen nicht zu Ende gelesen. Da das Buch offenkundig für eine breitere Leserschaft konzipiert wurde, sind auch die metaphysischen Anwandlungen leichter als solche identifizierbar. Aber der Ansatz…

Richard Dawkins: Forscher aus Leidenschaft

Dieses Buch gibt einen Überblick über das “literarische” Schaffen von Richard Dawkins: Es finden sich hier Aufsätze zur Wissenschaftstheorie, Philosophiekritik, natürlich zu Evolution und Darwinismus, Gesellschaftskritisches (wobei Dawkins nicht müde wird, die Religion – zu Recht – als eines der verderblichsten Systeme der Menschheit anzuprangern), aber auch Satirisches (von der Qualität der an P. G….

Philipp Möller: Gottlos glücklich

Nachdem ich gerade eben mit einem ganz fürchterlichen, atheistischen (? – ich hatte da meine Zweifel …) Machwerk konfrontiert war, bin ich froh, dem vorliegenden Buch Positives abgewinnen zu können. Allerdings – wer sich mit der Thematik ein wenig auseinandergesetzt hat, wird hier auf nicht viel Neues stoßen (was kein Vorwurf an den Autor sein…

+++ abgebrochen Helmut Bittner: Es gotts(z)t mich an: Zufrieden ohne Gott: Fakten und Meinungen eines Atheisten

Hier rechnet jemand im Stile eines aufgeregten Leserbriefschreibers mit der christlichen Religion ab: Es ist eine große Anklage an den lieben Gott, an die Mächtigen in der Kirche, den Staat, der diese zu unterstützen pflegt und ein Plädoyer für Aufklärung und Wissenschaft. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, aber dieses sprachlich mediokre Pamphlet ist denn doch…