The Hobbit: The Battle of the Five Armies, NZ 2014 – Regie: Peter Jackson

Buch: P. Jackson, Fran Walsh, Philippa Boyen, Guillermo del Toro. Mit Ian McKellen, Martin Freeman, Richard Armitage. Warner, 144 Minuten.

Dieser Film ist genau das, was er im Titel verspricht: Eine episch lange Verfilmung einer Schlacht zwischen so merkwürdigen Wesen aus der Fantasy-Welt wie Hobbits, Zauberern, Elben, Zwergen und Orks. (Ein paar Tiere wie Fledermäuse und Adler nicht zu vergessen. Sowie ein paar Gestaltwandler, wie Beorn, den Menschen, der auch ein Bär sein kann.)

Es ist der dritte Teil der Verfilmung des Kinderbuchs The Hobbit von J. R. R. Tolkien, und ich habe munkeln gehört, dass Peter Jackson ursprünglich das Buch nur in zwei Teilen verfilmen wollte. Es sind dann doch deren drei geworden, aber das merkt man dem dritten an. Eigentlich sind wir schon fast am Ende von Bilbo Beutlins Queste, und so muss Jackson halt die alles beendende Schlacht riesig, episch und in 3-D verfilmen. Die Schlachtszenen sind nicht ganz kindergerecht, und es gibt auch Tote auf der Seite der Guten. Kein Kinderfilm also, aber einer, der auch die Herz- und Schmerzgefühle der Zuschauer und Zuschauerinnen aufs Beste bedient. Die Botschaft kommt auch ganz klar herüber: Einer für alle und alle für einen, und keiner fürs Gold. (Bzw. nur der schwache Menschen-Feigling, der immer allen nach dem Mund redet, und erst dann Mut und eigene Vorstellungen beweist, als es ihm darum geht, mit ein paar Goldmünzen aus der belagerten Stadt der Menschen abzuhauen.)

Die Akteure sind mit Herzblut dabei, und das Special-Effects-Team ganz eindeutig auch. Der Drache hat im dritten Teil wirklich dazu gewonnen; er war ja die Schwachstelle im zweiten. Die Schlachten sind gut choreografiert, ebenso die Zweikämpfe. (Dass, wie schon bei den alten Filmen mit Bud Spencer und Terence Hill, die Bösen zwar dutzendweise am Schau- bzw. Kampfplatz auftauchen, dann aber die Guten immer höchstens in Paaren und ansonsten schön nacheinander angreifen, gehört zur guten, alten Hollywood-Tradition, die ich keineswegs missen möchte.)

Ich habe mich amüsiert, auch wenn der Zauber der ersten Trilogie Jacksons um die Figuren von Tolkien, The Lord of the Ring, schon lange verflogen ist; auch wenn Jackson umsonst versucht, die Magie wieder zu beschwören und in Worten und Bildern die Brücke zur Geschichte um Frodo Beutlin zu schlagen. Man liest vor dem Verlassen des Saals den (ebenfalls epischen) Abspann, wundert sich, dass gewisse Gruppen, die am Film mitbewirkt haben, in Lead Artists, Senior Artists, Artists und Junior Artists unterteilt werden, und kommt sich dabei vor, wie wenn man gleichzeitig auf einer Behörde und auf einer Wiese mit Kühen wäre. An beiden Orten wird phantasielos viel Altbekanntes wiedergekäut.

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