Die Horen. Jahrgang 1797. Achtes Stück

Stücke wie dieses machen, dass der Leser sehnsüchtig nach dem Platz schielt, den das Buchzeichen mittlerweile im letzten Band des Reprints einnimmt – um seufzend festzustellen, dass da immer noch ein paar hundert Seiten auf ihn warten. Aber was sein muss, muss sein – legen wir los: Als erstes Die Geisterinsel. Ein Singspiel in drei…

Die Horen. Jahrgang 1797. Siebentes Stück

Wie schon das Siebente Stück des letzten Jahres: eine äusserst schwach besetzte Nummer. Ich würde das gern auf ein Sommerloch zurückführen; Tatsache ist aber, dass zwar die Beiträge zu diesem Siebenten Stück im Juli und August 1797 an Cotta geschickt wurden, das Stück selber aber erst Mitte September ausgeliefert wurde. Immerhin haben wir, wie im…

Die Horen. Jahrgang 1797. Sechstes Stück

Die Leserunde in unserem Forum zwingt mich, Die Horen beim zweiten Mal ein bisschen langsamer zu lesen, als beim ersten Mal. Das hat den Vorteil, dass ich nun viele kleine Juwele finde, die ich wohl beim ersten Mal überlesen habe. Jedenfalls muss ich meine vorherige Meinung, dass nämlich nach dem ersten Jahrgang (1795) nicht mehr…

Die Horen. Jahrgang 1797. Fünftes Stück

N° 5/1797 der Horen ist ein eher durchschnittliches Stück. ‘Durchschnittlich’ bezogen auf die Horen selber – weder ragt diese Nummer aus den übrigen heraus, noch ist sie so schlecht, dass man versucht ist, eine Literaturpolizei zu gründen und zu rufen. Als erstes finden wir Lenz’ Waldbruder weitergeführt. Allerdings wird in dieser Fortsetzung klar, warum Lenz…

Die Horen. Jahrgang 1797. Viertes Stück

Zurück zum Sturm und Drang!, scheint das Motto dieser Horen-Nummer gewesen zu sein. Jedenfalls sind zwei der drei grossen Beiträge eindeutig dieser kurzen Epoche zuzuordnen. (Allerdings glaube ich nicht, dass der Herausgeber Schiller, der der Horen schon herzlich überdrüssig war, sich noch gross darum kümmerte, ob nun die einzelnen Beiträge für eine Nummer sich einem…

Die Horen. Jahrgang 1797. Drittes Stück

Dünn sind sie geworden, unsere Horen, sehr dünn. Und damit meinen wir nicht einmal so sehr den Seitenumfang (obwohl das Dritte Stück des Jahrgangs 1797 auch von daher das schmalste ist, an das wir uns erinnern können), sondern vor allem den geistig-intellektuellen Gehalt. Auch diese Nummer wurde mit Fortsetzungen notdürftig auf ein gewisses Minimalmass aufgeblasen….

Die Horen. Jahrgang 1797. Zweites Stück

Was soll man von einer Horen-Nummer halten, deren bestes Stück – Goethes Benvenuto Cellini ist?!? Denn genau dies ist mit der vorliegenden N° 2 der Fall. Das ganze Heft besteht praktisch nur aus Fortsetzungen. Fortsetzungen nicht aber grosser Meisterwerke, sondern Fortsetzungen von mehr oder weniger mediokren Sächelchen. Man spürt Schillers zunehmende Verzweiflung daran, überhaupt eine…

Die Horen. Jahrgang 1797. Erstes Stück

Drüben, in unserem Forum, in der Leserunde zu den Horen, habe ich vor ein paar Tagen geschrieben: Und was mache ich aus der ersten Nummer des letzten Jahrgangs? Karl Wilhelm Ferdinand von Funcks Robert Guiscard Herzog von Apulien und Calabrien ist brav und bieder. Als einmaliges Zwischenspiel: Meinethalben. Immerhin ist er stilistisch lesbarer als Goethe,…

Die Horen. Jahrgang 1796. Zwölftes Stück

Reise von Grottaferrata nach dem Fucinischen See und Monte Cassino, im October 1794. Fortsetzung. Ein Reisebericht ist der zweite Teil von Aloys Hirts Beitrag eigentlich nicht mehr – was ihn allerdings für mich eher interessanter macht. Land und Leute kann Hirt nicht schildern; aber bei der Schilderung seiner archäologischen Funde spürt man den Enthusiasmus des…

Die Horen. Jahrgang 1796. Eilftes Stück

Immer, wenn man glaubt, die Horen liegen endgültig darnieder, berappeln sie sich nochmals… So bringt die November-Nummer wieder das eine und das andere, das dem seinerzeitigen Ziel-Publikum gefallen haben sollte, ja sogar bis heute (zumindest) interessant ist. Zwar Benvenuto Cellini gehört meiner Meinung nach noch immer nicht dazu. Schauen wir kurz hinein: Zufälligerweise hatte mir…