Frans de Waal: Der Affe und der Sushimeister

Die Bemühungen, das Besondere des Menschseins zu definieren haben immer auch damit zu tun, ihn, den Menschen, aus dem Tierreich herauszuheben, mit einem göttlichen, später einem kulturellen Funken auszustatten. Denn wenn die Geschichte vom Ebenbild Gottes mittlerweile auch lächerlich anmutet, so ist das Bedürfnis nach dem Besonderen keineswegs verschwunden und es müssen abstrakte Dinge wie…

Frans de Waal: Das Prinzip Empathie

De Waal gehört zu den jenen Primatenforschern, der als einer der ersten der Wichtigkeit dieser Forschung für den Menschen Ausdruck verlieh. Eigentlich liegt eine solche Bedeutung auf der Hand: Wir sind evolutionäre Produkte und nichts von unserem “Menschsein” ist plötzlich und wie durch ein Wunder in unserer Art aufgetreten. Deshalb ist es nur mehr wie…

Martín Caparrós: Der Hunger

Caparrós klagt an – über 840 Seiten: Immer noch hungert jeder siebte Mensch, immer noch stirbt alle paar Sekunden ein Kind daran, dass es nichts oder zu wenig zu essen hat – und das in einer Welt, die genug Nahrung produziert, um noch wesentlich mehr Menschen als die derzeit knapp 7,5 Milliarden zu ernähren. Das…

Rudolf Taschner: Die Mathematik des Daseins

Taschner ist ein mittlerweile recht bekannter Sachbuchautor – und das wirkt sich auch auf seine Produktion aus – nämlich in negativer Weise. Entgegen früherer Bücher, die oft anspruchsvoll und auch originell waren, liest sich dies hier wie ein – etwas öder – Aufguss diverser mathematischer Themen, die mehr oder weniger mit Spieltheorie zu tun haben….

Ulrich Kühnen: Tierisch kultiviert. Menschliches Verhalten zwischen Kultur und Evolution

Sind wir stärker von der Evolution oder unserer Kultur bestimmt? Das ist die Frage, der Ulrich Kühnen hier nachgeht – auf eine Weise, die meine Zustimmung nicht gefunden hat. Die interessantesten Teile sind die Zusammenfassungen längst bekannter Studien von de Waal, Gigerenzer, Jared Diamond oder Robert Axelrod, wobei man hier zu den Originalen greifen sollte….