Briefe von und an Lessing 1776-1781

Meine Freude war nur kurz. Und ich verlor ihn so ungern, diesen Sohn! denn er hatte so viel Verstand! so viel Verstand! – Glauben Sie nicht, daß die wenigen Stunden meiner Vaterschaft, mich schon zu so einem Affen von Vater gemacht haben! Ich weiss, was ich sage! – War es nicht Verstand, daß man ihn…

Hans Heinz Holz: Dialektik. Problemgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Band IV: Einheit und Widerspruch II. Pluralität und Einheit

In Band IV seiner Problemgeschichte der Dialektik widmet sich Hans Heinz Holz dem 18. Jahrhundert – von der Aufklärung bis zum Deutschen Idealismus. Er beschreibt zuerst die gesellschaftliche Entwicklung, die sich ausbildende Idee einer für alle Menschen geltenden Gedankenfreiheit. Ja, selbst den englischen Sensualismus, Locke und Hume, kann er nicht unerwähnt lassen, ist er doch…

Fritz Mauthner: Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande. 3. Band: Drittes Buch (1. bis 11. Abschnitt): Aufklärung in Frankreich und in Deutschland – Die große Revolution

Für Mauthner ist die Geschichte des Atheismus eine Sammlung von Geschichten atheistischer Persönlichkeiten; und er hat so seine Lieblinge und seine Bêtes noires. Ersteres wie letzteres teilt er mit praktisch allen Philosophiegeschichten seiner Zeit. Mauthner ist allerdings ein Amateur und zelebriert seine Parteilichkeit nachgerade. (Wenn er übrigens den professionellen Philosophiegeschichtsschreibern vorwirft, dass da einer vom…

Johann David Wyss: Der Schweizerische Robinson

Zwei Originalversionen? Man ist versucht, beim Schweizerischen Robinson von zwei Originalversionen zu sprechen. Da ist einerseits das handschriftliche, eigentliche Original, von Johann David Wyss verfasst zwecks pädagogischer Belehrung seiner vier Söhne. In diesem Original tragen die vier Söhne des schiffbrüchigen Schweizer Predigers denn auch dieselben Namen wie die vier Söhne Johann David Wyss’. Dann ist…

Adolph Freiherr Knigge: Briefwechsel mit Zeitgenossen 1765-1796

Herausgegeben [und kommentiert] von Günter Jung und Michael Rüppel. Göttingen: Wallstein, 2015. Der Briefwechsel mit Zeitgenossen ist Teil eines grösseren Projekts, das die Werke und Briefe Knigges in toto herauszugeben beabsichtigt, und umfasst die ‘privaten’ Briefe Knigges, mit Ausnahme der Familienbriefe. Dass dennoch einer an seine Tochter Philippine darin figuriert, hängt mit der überaus schlechten…

C. M. Wieland: Schriften zur deutschen Sprache und Literatur II

Band II der von Remtsmaa und andern herausgegebenen Schriften zur deutschen Sprache und Literatur bringt vorwiegend Äusserungen Wielands zur Literatur – also Literaturkritik im weitesten Sinn. Der Band beginnt mit der ungeheuerlichen Kritik Wielands an Uz und mit ihm an den Anakreontikern (von 1752), wo Wieland – noch völlig der bigotte Christ – Uz nicht…