Mit diesem Buch kehrt der Hirnkost-Verlag zurück zu den eigentlichen Wurzeln seiner in unregelmäßiger Abfolge erscheinenden Reihe Wiederentdeckte Schätze der deutschsprachigen Science Fiction, nämlich zu dem, was die ersten vier Bände*) tatsächlich geliefert haben: Science Fiction. Will sagen: Geschichten von zum Zeitpunkt des Erscheinens nur mit bisher unbekannter Technik oder nur unter Einsatz von ins…
Schlagwort: Golem
Künstliches Lebewesen in der (jüdischen) Literatur
Thomas Pynchon: Mason & Dixon
Postmoderner historischer Roman – das klingt wie eine contradictio in adiecto. Tatsächlich werden wir uns in Europa noch gut daran erinnern, dass dieses Subgenre mit den Romanen des Italieners Umberto Eco lange vor Mason & Dixon bedient worden ist. Mason & Dixon stammt aus dem Jahr 1997 und ist, so wollen es meine Quellen, der…
Isabella Hermann: Science-Fiction zur Einführung
1979 gegründet, war der Junius Verlag ursprünglich das Organ einer marxistischen Kleinpartei in Deutschland, das die Welt aus trotzkistischer Sicht erklärte. Dazu diente offenbar auch die 1984 von einem anderen Verlag übernommene Reihe „zur Einführung“. Der Verlag (und mit ihm die Reihe) hat seither eine ideologische Öffnung erfahren, ist aber wohl immer noch auf der…
Richard Katz: Drei Gesichter Luzifers. Lärm • Maschine • Geschäft
Janus hieß bei den alten Römern der Gott des Anfangs und des Endes. Er wurde deshalb auch der Namenspatron des Monats Januar, als dieser den März vom Jahresbeginn verdrängte. Üblicherweise wird dieser Gott mit zwei Gesichtern dargestellt – eines blickt nach vorne, das andere nach hinten, eines für die Vorschau, das andere für den Rückblick….
Georg Heym: Das Werk
Wer weiß, welche Rolle der Dichter Heym heute inne haben würde. (…) Der frühe Tod hat dem Werk des Jungvollendeten seine letzte Prägung gegeben. So Monika A. Weißenberger am Schluss eines kurzen biografischen Abrisses zu Heym, der ans Ende der vorliegenden Werk-Ausgabe (im Jahr 2005 bei Zweitausendeins erschienen) gestellt wurde. Diese Aussagen, und die ganze…
Michail Bulgakow: Das hündische Herz
Aus der Tatsache, dass Bulgakows Das hündische Herz 1925 von der Zensurbehörde zurückgewiesen wurde, zu folgern, dass wir es hier mit einer Satire auf die Zustände der noch jungen Sowjetunion zu tun haben, ist soweit richtig. Daraus zu folgern, dass wir es nur mit einer Satire auf die junge UdSSR zu tun haben, wäre aber…
Gustav Meyrink: Der Golem
„Das Mondlicht fällt auf das Fußende meines Bettes und liegt dort wie ein großer, heller, flacher Stein.“ So ein erster Satz kann mich bis in den Schlaf hinein verfolgen – nicht, weil er so gruselig wäre, sondern weil die verwendete Metapher so wunderlich schief hängt … Der Golem wurde 1915 zum ersten Mal veröffentlicht und…