Richard Rorty: Der Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie

Bücher, in denen ein Ende der Philosophie (überhaupt oder in ihrer aktuellen Form) gefordert oder gar vollzogen wird, gibt es immer wieder. Es gehört in der Philosophie sozusagen zum guten Ton, deren Ende zu verkünden. Meist kümmert sich die Philosophie nicht gross darum; ein bisschen Wirbel ist alles, was der Autor zu verursachen in der…

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts

herausgegeben von Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg: Felix Meiner, 2010. (= Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 6) Wie schon1) bei Sonderheft 11, Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts, stellen sich auch bei vorliegendem Sonderheft 6 dieselben Fragen: Was sind ‘Schlüsselbegriffe’? Was ist ‘Philosophie’? Was ist das ’20. Jahrhundert’? Wie schon in Sonderheft 11 wird der…

Werner Schneiders: Deutsche Philosophie des 20. Jahrhunderts

Werner Schneiders ist ein emeritierter Philosophieprofessor (Uni Münster), der sich insbesondere mit der Philosophie der Aufklärung auseinandergesetzt hat und – u. a. – ein Lexikon dieser Aufklärung herausgegeben hat. In diesem Buch analysiert er die deutschsprachige Philosophie des 20. Jahrhundert, wobei er – berechtigterweise – bis auf Kant zurückgeht, um die Linien über den Deutschen…

Wilhelm Dilthey: Das Wesen der Philosophie

Husserl hat ihm Historizismus vorgeworfen, was Dilthey nicht auf sich sitzen lassen wollte. Obwohl als Schüler Trendelenburgs vor allem philosophiehistorisch geschult, ging es ihm doch um mehr. An der Wende zum 20. Jahrhundert hatte die Frage nach dem “Wesen” der Philosophie neue Dringlichkeit erhalten. Die Systeme des deutschen Idealismus (Fichte, Schelling, Hegel) hatten ihre Faszination…

Herbert Schnädelbach: Was Philosophen wissen

Eines der vielen Rechtfertigungsbücher von Philosophen, denen – häufig nicht zu Unrecht – unterstellt wird, “nichts zu wissen”. Einem Diktum, dem Schnädelbach mit diesem Buch entgegentritt, auf nicht wirklich überzeugende Weise und manchmal sogar genau das Vorurteil bestätigend, das zu widerlegen er angetreten ist. In der Zeit nach dem Deutschen Idealismus beginnt die Philosophie immer…

Hans Poser: Wissenschaftstheorie. Eine philosophische Einführung

Die mit Abstand beste Einführung zum Thema Wissenschaftstheorie, die mir bekannt ist. Poser gelingt der Spagat zwischen anspruchsvoller und verständlicher Darstellung, auch wenn es ganz ohne wissenschaftstheoretische Kenntnisse teilweise schwer fallen dürfte, den Ausführungen zu folgen. Der erste (und bei weitem umfangreichste) Teil ist dem analytischen Ansatz in der Wissenschaftstheorie gewidmet. Der Autor orientiert sich…

Hans Albert: Traktat über kritische Vernunft

Der alte Münchhausen hätte es sich wohl nicht träumen lassen, dass sein Name eines Tages zum Begriff einer philosophischen Problemstellung werden sollte. Tatsächlich hat Hans Albert in seinem Traktat über kritische Vernunft im Zusammenhang mit der sog. Letztbegründung von Sätzen folgende Problemstellung das Münchhausen-Trilemma genannt: Angenommen, ich habe einen Satz p, den ich begründen will,…

Hans Albert – Karl Popper: Briefwechsel. (Hrsg.: Morgenstern, Zimmer)

Ein Briefwechsel, der gleichzeitig Philosophiegeschichte ist und die Entwicklung des Kritischen Rationalismus – vor allem im deutschsprachigen Gebiet – beleuchtet. Häufig lässt sich aus solchen Büchern die Entwicklung der Philosophie, das Verhältnis der Philosophen zueinander sehr viel besser nachvollziehen als aus einschlägigen Darstellungen. Wobei dieser Briefwechsel eine Auswahl darstellt, in der persönliche Stellungnahmen der Beteiligten…

Gadenne/Visintin (Hrsg.): Wissenschaftsphilosophie

Gadenne/Visintin haben in diesem Buch eine ausgezeichnete Auswahl wissenschaftstheoretischer Texte zusammengestellt (mit einer Ausnahme), die von Bacon über Duhem, Külpe und Popper bis zu Albert und dem Modelltheoretiker Giere reicht. Dazu gibt es ein hervorragendes Vorwort von V. Gadenne (das im übrigen auch als Nachwort – als eine Wiederholung – zu empfehlen ist). Die Texte…