Kurd Laßwitz: Geschichte der Atomistik von Mittelalter bis Newton II

Band II von Laßwitz’ Geschichte des Atomismus (den er konsequent Atomistik nennt) ist mir unerwartet rasch in die Hände gekommen. Er hält im Grossen und Ganzen die hohe Qualität, der Darstellung, die ich schon beim ersten Band rühmen konnte. Es sind Laßwitz grob zusammengefasst folgende Punkte massgebend für die Entwicklung der ‘modernen’ (i.e. Newton’schen!) Auffassung…

Kurd Laßwitz: Die Lehre Kants von der Idealität des Raumes und der Zeit im Zusammenhange mit seiner Kritik des Erkennens allgemeinverständlich dargestellt

Gekrönte Preisschrift steht auf dem Titelblatt dieses 1883 erschienenen Textes. Tatsächlich handelt es sich hier um Laßwitz’ Antwort auf eine Preisauschreibung, die 1880 durch das Literatur⸗Institut von E. Last in Wien versandt wurde, im Namen eines gewissen Julius Gillis aus St. Petersburg; eine Preisausschreibung, deren Ziel es war, gleichgesinnte philosophisch durchgebildete Männer zu veranlassen, eine…

Kurd Laßwitz: Geschichte der Atomistik von Mittelalter bis Newton I

(Leider konnte ich auf die Schnelle nur den ersten Band von Laßwitz’ Geschichte der Atomistik in die Hände kriegen; ich werde mir Band 2 sicher noch besorgen – es könnte allerdings eine Weile dauern, bis ich ihn hier vorstelle.) Kurd Laßwitz’ Name hat das 21. Jahrhundert – wenn überhaupt – ‘nur’ als Autor von phantastischen…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Dritter Teil: Phänomenologie der Erkenntnis

Zwischen dem hier vorliegenden dritten Teil der Philosophie der symbolischen Formen und dem zweiten liegen 4 Jahre, der erste ist gar 6 Jahre früher erschienen (1929 – 1925 – 1923). Diese lange Entstehungszeit merkt man vor allem dem dritten Teil an – im Grossen und Ganzen zu dessen Vorteil. Allerdings könnte man sagen, dass die…

Kurd Lasswitz: Auf zwei Planeten

Sandhofer hat bereits zurecht darauf hingewiesen, dass es sich bei diesem Buch nicht um ein großes sprachliches Kunstwerk handelt. Aber es ist in einer ganz anderen Hinsicht von Bedeutung und unterscheidet sich darin auch von SF-Romanen (wie etwa jenen von H. G. Wells): Indem es hier nicht (oder nur teilweise) um Eroberung und Beherrschung eines…

Kurd Laßwitz: Sternentau

Untertitel: Die Pflanze vom Neptunsmond – wobei der Untertitel in doppelter Hinsicht problematisch ist. Zum einen verrät er eine Pointe des Romans, die Laßwitz zwar zugegebenermassen auch schon recht früh im Roman verrät (nämlich, dass wir es bei der Pflanze, die Harda, die menschliche Protagonistin des Romans, unter einer Buche findet, mit einer fremden Lebensform…

Kurd Laßwitz: Traumkristalle

Bei Traumkristalle handelt es sich um eine Sammlung kürzerer Geschichten von Kurd Laßwitz, je ein Gedicht und ein Essay sind auch dabei. Obwohl die Sammlung mit dem Gedicht beginnt, können wir es mangels Relevanz gleich ganz weglassen. Jahrhundertmärchen ist eine Geschichte über die Entwicklung des deutschen Michel hin zu immer mehr Freiheit und Selbstverantwortung. Ein…

Kurd Laßwitz: Auf zwei Planeten

Kurd Laßwitz ist so etwas wie der deutsche Jules Verne – der Vater der deutschen Science Fiction. Im Gegensatz zu Verne ist Laßwitz heutzutage aber wohl nur noch dem Aficionado bekannt – zu gute Arbeit haben die Nationalsozialisten mit ihrer Verteufelung des Pazifisten Laßwitz gemacht. Man kennt ihn heute kaum noch, und wenn, dann den…