Kurt Salamun: Ein Jahrhundertdenker

Kurt Salamun, der in Graz unter anderem bei Ernst Topitsch studierte, würdigt in diesem Band das philosophische Schaffen von Karl Popper. Nach einem kurzen biographischen Abriss stellt er Poppers Wissenschaftstheorie vor, widmet dann aber den größten Teil des Buches dem Konzept der “Offenen Gesellschaft”. Im abschließenden Teil “Wirkung” wird die Ausbreitung des Kritischen Rationalismus beschrieben…

Gary Cox: Wie werde ich Philosoph?

Schon der Titel verrät, dass es sich hier nicht um eine philosophische Studie mit besonderem Tiefgang handelt, zu deren Verständnis umfangreiche Spezialkenntnisse notwendig wären. Aber ich habe ein gewisses Faible für solche semi-philosophischen Bücher, die denn häufig auch einiges Interessantes zu bieten vermögen. Und als so ganz misslungen würde ich dieses Werk denn auch nicht…

Kurt Flasch: Warum ich kein Christ bin

Ein seltsames Buch: Ich habe mit großem Interesse die philologisch-historischen Untersuchungen der Bibel bzw. der Kirchenväter gelesen, die skizzenhafte Darstellung der religiösen Vorstellungswelt in der Antike oder die philosophische Analyse des Begriffes der Seele bis in unsere Gegenwart. All das soll als Antwort auf den Buchtitel dienen, doch diesbezüglich habe ich so meine Zweifel ob…

M. Zimmermann: Popper, Wittgenstein und der Feuerhaken. Das Problem einer Dissertation

Das Buch (eine leicht abgeänderte Version einer Dissertation) ist im Verlag Dr. Kovac erschienen – seines Zeichens ein Wissenschaftsverlag. Dem trotz horrender Preise (das vorliegende Buch kostet knapp 90 Euro) die Anschaffung einer Software, die die Abteilungsregeln der deutschen Sprache beherrscht, nicht notwendig erschien (auf knapp 400 Seiten wird annähernd ebensooft gegen diese Regeln verstoßen,…

N. Hinterberger: Der Kritische Rationalismus und seine antirealistischen Gegner

Ein etwas seltsames Buch. Hinterberger orientiert sich seinen eigenen Worten zufolge sehr stark am von mir hochgelobten Buch Musgraves “Alltagswissen, Wissenschaft und Skeptizismus”, eine Orientierung, an der es – der Qualität des Buches wegen – an und für sich nichts auszusetzen gibt. Allerdings erwartet man sich dann doch mehr als ein bloßes Paraphrasieren, ein Umschreiben…

Hacking, Musgrave, Realismus-Antirealismus und die Frage nach dem Primat von Theorie und Praxis

Fortsetzung aus dem Forum: Der zweite Teil, insbesondere das letzte Drittel des Buches hat mir weniger gut gefallen. Hacking erging sich in teilweise technischen Details (den Mikroskopaufbau bzw. eine “Elektronenkanone” (PEGGY I und PEGGY II) betreffend), die selbst, wenn sie verständlicher gehalten worden wären, dem Gedankengang kaum etwas Neues hinzugefügt hätten. Interessant ist diesbezüglich meine…