Michail Bakunin: Gott und der Staat

Auch Bakunin stammte, wie Tolstoi, wie Kropotkin, aus dem russischen Adel, von dem er sich lossagte, als er – schon früh mit den Schriften Hegels und vor allem Fichtes bekannt geworden – 1840 beschloss, statt eine Karriere im militärischen oder zivilen Bereich des Zarenreichs anzustreben, in Berlin Philosophie zu studieren. Sein erklärtes Ziel war es,…

Fritz Mauthner: Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande. 3. Band: Drittes Buch (1. bis 11. Abschnitt): Aufklärung in Frankreich und in Deutschland – Die große Revolution

Für Mauthner ist die Geschichte des Atheismus eine Sammlung von Geschichten atheistischer Persönlichkeiten; und er hat so seine Lieblinge und seine Bêtes noires. Ersteres wie letzteres teilt er mit praktisch allen Philosophiegeschichten seiner Zeit. Mauthner ist allerdings ein Amateur und zelebriert seine Parteilichkeit nachgerade. (Wenn er übrigens den professionellen Philosophiegeschichtsschreibern vorwirft, dass da einer vom…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. I/1: 1792-1795

Nicht erst die französischen Brüder Goncourt haben sich als exzessive Tagebuch-Schreiber hervorgetan. Lange vor ihnen hat sich der Hamburger Ferdinand Beneke sein Leben systematisch und ausführlich dokumentiert. Mit 18 fängt er sein “richtiges” Tagebuch an. Frühere Tagebücher, seinen Werdegang bis anhin, fasst er in einer Art Vorwort für dieses Tagebuch zusammen. Überhaupt geht Beneke äusserst…