Thomas Leinkauf: Grundriss Philosophie des Humanismus und der Renaissance (1350 – 1600). Band 1

Leinkaufs Grundriss erfüllt alle Bedingungen, um für den von ihm behandelten Zeitraum ähnlich epochemachend zu werden, wie es Zellers Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung vor 100 Jahren für die Philosophiegeschichte des antiken Griechenland war. Leinkaufs Darstellung ist fakten- und von daher auch umfangreich (rund 2’000 Seiten). Sie richtet sich an ein Fachpublikum, das…

Erasmus von Rotterdam: In novum testamentum praefationes / Vorreden zum Neuen Testament. Ratio / Theologische Methodenlehre

Firmianus Lactantius, bester Leser, dessen Sprache Hieronymus in einzigartiger Weise bewundert, äußert, als er sich eben anschickte, die christliche Religion gegen die Heiden in Schutz zu nehmen, vor allem den Wunsch, daß ihm eine Beredsamkeit verliehen werde, die der des Tullianers nahe komme, wobei er sich, wie ich glaube, dieser Gleichstellung als unwürdig erachtete. (S….

Anthony Kenny: Geschichte der abendländischen Philosophie. Band II: Mittelalter

Identischer Aufbau wie Band I, also zuerst zwei Kapitel “klassische”, d.i. personenbezogene Philosophiegeschichte, gefolgt von sieben Kapiteln Ideengeschichte. Die Kapitel lauten diesmal: Philosophie und Glaube: Von Augustinus bis Maimonides Die Scholastiker: Vom zwölften Jahrhundert bis zur Renaissance Logik und Sprache Erkenntnistheorie Physik Metapyhsik Geist und Seele Ethik Gott (Man sieht, dass Kenny im zweiten Band…

Abaelard: Die Leidensgeschichte und der Briefwechsel mit Heloisa

Angesichts der erklärten Ziele meiner Privatbibliothek ist es im Grunde genommen erstaunlich, dass die Geschichte um Abaelard und Heloisa bis vor kurzem noch in keiner Weise darin Aufnahme gefunden hatte. Handelt es sich doch bei den beiden um das vielleicht berühmteste Liebespaar der Literaturgeschichte; um ein Liebespaar dazu, das gegenüber Romeo und Julia den Vorteil…

@ e-book

Das sog. e-book treibt ja die Gemüter der Lesenden schon länger herum. Ich selber besitze keine Lesegerät, verspüre auch nicht den Wunsch, mir eines zuzulegen. Natürlich gibt es gewisse Texte – ältere Philosophen z.B.-, die nur elektronisch einfach zugänglich sind. Und das Lesen mit diesen Lesegeräten soll tatsächlich angenehmer sein als das Lesen an einem…

Geschichte der Philosophie in Text und Darstellung. Band 2: Mittelalter

Hg. von Kurt Flasch. Stuttgart: Reclam, 1994. (= RUB 9912) [Wobei Flasch nicht nur als Herausgeber fungierte, sondern auch die “Darstellung” verfasst und die meisten “Texte” aus dem Lateinischen übersetzt hat.] Eine erfreulich unaufgeregte, neutrale, wenn auch vielleicht ein bisschen gar knappe Darstellung der mittelalterlichen Philosophie Europas. Auch die arabische Philosophie, bzw. deren Einfluss auf…