Eckhard Keßler: Die Philosophie der Renaissance. Das 15. Jahrhundert.

Keßlers Buch über die Philosophie der Renaissance beschränkt sich auf Italien: Nach einer Analyse des Humanismus in Italien werden in weiteren Kapiteln der Florentiner Neuplatonismus und der Paduaner Aristotelismus des 15. Jahrhunderts abgehandelt. Schon diese Überschriften machen klar: Dies ist kein Buch für den Hobbyphilosophen, sondern wendet sich an ein Fachpublikum. Es ist eine Zeit…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Dritter Teil: Phänomenologie der Erkenntnis

Zwischen dem hier vorliegenden dritten Teil der Philosophie der symbolischen Formen und dem zweiten liegen 4 Jahre, der erste ist gar 6 Jahre früher erschienen (1929 – 1925 – 1923). Diese lange Entstehungszeit merkt man vor allem dem dritten Teil an – im Grossen und Ganzen zu dessen Vorteil. Allerdings könnte man sagen, dass die…

Briefe von und an Hegel 1823-1831

Herausgegeben von Johannes Hoffmeister. Hamburg: Felix Meiner, 1. Auflage 1954; 3., durchgesehene Auflage 1969. (= Philosophische Bibliothek 237) Das Buch stammt aus einer Zeit, als man seine Klassiker in Leinen mit Fadenheftung und farbigem Oberschnitt gebunden hat, als aber ein Lesebändchen noch nicht als nec plus ultra der Buchausstattung galt. Dafür wurden die Bücher für…

Michaela Masek: Geschichte der antiken Philosophie

Eine weitere antike Philosophiegeschichte – aber eine weitgehend gelungene. Während die von Wulff Rehfuss (ebenfalls unter der Ägide von UTB erschienen) schlicht zu kurz ist und dadurch noch nicht einmal einen Überblick bietet, gelingt es Masek genau das zu vermitteln. Eine kurze Zusammenschau von den Vorsokratikern bis zum Neuplatonismus, auch wenn die Gewichtung der einzelnen…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil: Das mythische Denken

Teil 2 der Philosophie der symbolischen Formen ist dem Andenken Paul Natorps gewidmet und enthält folgende Abschnitte: Der Mythos als Denkform Der Mythos als Anschauungsform. Auftritt und Gliederung der räumlich-zeitlichen Welt im mythischen Bewusstsein Der Mythos als Lebensform. Entdeckung und Bestimmung der subjektiven Wirklichkeit im mythischen Bewusstsein Die Dialektik des mythischen Bewusstseins Wie schon im…

Briefe von und an Hegel 1813-1822

Herausgegeben von Johannes Hoffmeister. Hamburg: Felix Meiner, 1. Auflage 1953; 3., durchgesehene Auflage 1969. (= Philosophische Bibliothek 236) Das Buch stammt aus einer Zeit, als man seine Klassiker noch in Leinen mit Fadenheftung und farbigem Oberschnitt gebunden hat, als aber ein Lesebändchen noch nicht als nec plus ultra der Buchausstattung galt. Wer sich erhofft, aus…

Paul-Henri Thiry d’Holbach: La Morale universelle ou Les Devoirs de l’homme fondés sur sa nature

Allgemeine Moral. Oder: Die Pflichten des Menschen, begründet in seiner Natur. Dieser Text enthält den Versuch Holbachs, eine Ethik zu begründen, die nicht auf eine überirdische Kontrollinstanz zurückgreift, wie es die zu seiner Zeit handelsüblichen Ethiken taten: kein Gott, keine Androhung von Bestrafung oder Belohnung in einem jenseitigen Paradies. Holbach weist die ethischen Konstruktionen der…

Friedhelm Decher: Die Schule der Philosophen

Philosophieren ist immer auch mit Pädagogik verbunden: Wie kann man lernen, glücklich zu leben, wie ein für notwendig oder wichtig erachtetes Wissen vermitteln? Und wem lässt man diese Vermittlung zuteil werden, mit welchen Methoden? Decher schlägt den Bogen von den Sophisten bis zu Bertrand Russel, auch wenn zwischendurch Philosophen behandelt werden, die mit diesem Bereich…

Erwin Schrödinger: Was ist Leben?

Der Physiker Schrödinger auf Abwegen: In diesem Buch (auf Englisch erstmals 1944 erschienen) widmet er sich der Frage nach den grundlegenden Strukturen des Lebens. Und das Buch wurde nicht nur zu einem Erfolg, sondern hatte auch auf den späteren Nobelpreisträger James Watson einen entscheidenden Einfluss in Bezug auf dessen Entdeckung der Doppelhelix. Aber Schrödingers Blick…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Erster Teil: Die Sprache

Im Vorwort Einleitung und Problemstellung gibt Cassirer das ursprüngliche Ziel seines hier vorliegenden Hauptwerks an: Er will den Unterschied bzw. die Gleichberechtigung der Natur- und der Geisteswissenschaften definieren – eine Diskussion, die damals in der Philosophie des Neukantianismus gerade en vogue war. (‘Ursprünglich’ deshalb, weil Cassirer dann unterm Schreiben dieses Ziel etwas aus den Augen…