Peter Burke: The Italian Renaissance

Er habe, so Peter Burke am Schluss, in diesem Buch die Herangehensweise eines Jacob Burckhardt mit der Sichtweise eines Karl Marx verbinden wollen. Herausgekommen ist eine Studie zu den sozio-ökonomischen Hintergründen dessen, was wir heute „Italienische Renaissance“ nennen. Anders als Thomas Leinkauf, der sich ‘nur’ der Philosophie jener Epoche widmete, beschäftigt sich Burke mit allen…

Thomas Leinkauf: Grundriss Philosophie des Humanismus und der Renaissance (1350 – 1600). Band 2

Band 2 schliesst unmittelbar an Band 1 an. Kein Vorwort, keine Einleitung, sogar die Paginierung wird weitergeführt. (Hingegen finden wir zum Schluss einen Epilog.) Die Aufteilung des Grundrisses scheint also mehr praktische, der Handhabung dienende, als innerliche, inhaltliche Gründe gehabt zu haben. (Leider gilt dieser unmittelbare Anschluss auch für das nach wie vor häufige Auftreten…

Thomas Leinkauf: Grundriss Philosophie des Humanismus und der Renaissance (1350 – 1600). Band 1

Leinkaufs Grundriss erfüllt alle Bedingungen, um für den von ihm behandelten Zeitraum ähnlich epochemachend zu werden, wie es Zellers Philosophie der Griechen in ihrer geschichtlichen Entwicklung vor 100 Jahren für die Philosophiegeschichte des antiken Griechenland war. Leinkaufs Darstellung ist fakten- und von daher auch umfangreich (rund 2’000 Seiten). Sie richtet sich an ein Fachpublikum, das…

Erasmus von Rotterdam: Ciceronianus sive De optimo dicendi generi / Der Ciceronianer oder Der beste Stil. Adagiorum Chiliades (Adagia selecta) / Mehrere tausend Sprichwörter und sprichwörtliche Redensarten (Auswahl)

Ciceronianus Diesen Zungenbrecher hat nicht etwa Erasmus erfunden. Ein Cicerionianer war ein unter Humanisten zu seiner Zeit geläufiger Begriff und bezeichnete jene Gruppe der Humanisten, die Cicero als Vorbild ihres Stils genommen hatten. Nun hat auch Erasmus den Philosophen wie den Stilisten Cicero hoch verehrt, aber diese Bewegung unter den Humanisten ärgerte ihn aus zwei…

Dante Alighieri: Das Gastmahl. Viertes Buch

Warum Dante Alighieri Das Gastmahl nach dem Vierten Buch abbricht, weiss ich nicht. Weder im Vorwort meiner Ausgabe (Philosophische Werke 4/IV, herausgegeben unter der Leitung von Ruedi Imbach, Hamburg: Felix Meiner, 2004), noch im Internet, noch im Text selber, finden sich Hinweise. Im Gegenteil: Gerade im Vierten Buch bringt Dante Alighieri den einen oder andern…

Die Horen. Jahrgang 1796. Siebentes Stück

Diesmal bin ich zu früh dran. Andererseits aber ist an dieser Nummer nur wenig dran. Um ehrlich zu sein: Ich habe die Beiträge des Siebenten Stücks von 1796 mehr überflogen denn gelesen. Benvenuto Cellini. Fortsetzung. Ich kam nach Florenz und wartete dem Herzog Alexander auf, der mir sehr freundlich begegnete und von mir verlangte, daß…

Baldassare Castiglione: Il libro del cortegiano

Zuerst eine Warnung: Wer dieses Buch lesen möchte und es in seiner Gesamtheit lesen möchte, dem sei von der deutschen Auswahl-Ausgabe im Wagenbach-Verlag abgeraten. Sie ist zwar die einzige aktuell überhaupt im Buchhandel erhältliche deutsche Version des Libro del cortegiano, aber die Kürzungen sind, wie wir im Forum feststellen mussten, nicht nachvollziehbar und betreffen oft…