Tom Segev: 1967. Israels zweite Geburt.

700 eng bedruckte Seiten zum Sechstagekrieg: Das zeigt schon, dass man hier recht ausführlich über die Ereignisse des Jahres 1967 im Nahen Osten informiert wird. Segev beschränkt sich keineswegs auf den Krieg selbst, sondern analysiert die gesellschaftlichen Verhältnisse vor dem Ausbruch des Krieges, die beginnende (erste!) Wirtschaftskrise des neuen israelischen Staates und die fast skurril…

Shlomo Sand: Die Erfindung des Landes Israel

Man kann diesem ausnehmend informativen und klugen Buch nur viele Leser wünschen – vor allem und besonders in Israel. Allerdings wird dort Shlomo Sand als Nestbeschmutzer betrachtet, wie das oft mit jenen zu geschehen pflegt, die sich dem allgemein anerkannten und nicht weiter hinterfragten Narrativ zu widersetzen versuchen. Wie schon in seinem letzten Buch, in…

Tom Segev: Die siebte Million

Der Autor behandelt in diesem Buch den Umgang Israels mit dem Holocaust bzw. mit den Holocaust-Überlebenden, ein Umgang, der im Laufe der Zeit starken Änderungen unterworfen war. So wurde der Massenmord an den europäischen Juden während des Zweiten Weltkrieges vom Jischuv kaum thematisiert: Die Probleme in Palästina, das Bemühen um einen künftigen Staat Israel wurde…

Günter Grass stochert in der deutsch-jüdischen Beziehung herum …

… wie ein Kind im Ameisenhaufen. Entsprechend nervös und aufgeregt rennen nun die Ameisen in Form von literarischen und politischen Kommentatoren herum und machen auf Schadensbegrenzung. Wenn das Kind einen Stock oder einen Ast nimmt, so nahm Grass ein Gedicht: Was gesagt werden muss. Und wie die Ameisen zum Gegenangriff auf das Kind blasen, so…