François-René de Chateaubriand: Atala

Atala wurde dieses Jahr vom Dörlemann-Verlag in der Übersetzung von Cornelia Hasting einem breiteren deutschen Lesepublikum wieder in Erinnerung gerufen. Das ist sehr verdienstvoll. Der kleine Roman erschien 1802 zum ersten Mal, geht nun also langsam auf seinen 250. Geburtstag zu. Wie bei einer verstaubten und mit Spinnweben überzogenen Flasche Wein, die man im Keller…

Reisen von Friedrich Gerstäcker. Die Südsee⸗Inseln. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta’scher Verlag, 1853

In der korrekten Reihenfolge ist dies der dritte Band der Erzählung, die Friedrich Gerstäcker von seiner Weltumsegelung in den Jahren 1850/51 geliefert hat. Ich habe ihn bekanntlich zu spät bemerkt, um ihn an seinem richtigen Ort lesen zu können, nämlich eben vor dem Australien betreffenden Band, und habe ihn nun ganz ans Ende gelegt.. Die…

Reisen von Friedrich Gerstäcker. Java. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta’scher Verlag, 1854

Hab’ ich mir gedacht, wenn ich nun schon einen Band in Gerstäckers Reisebericht ausgelassen habe, will ich wenigstens korrekt weiterlesen. Mit andern Worten: Ich habe nun den fünften und letzten Band gelesen, für den Gerstäcker von Australien nach Java disloziert hat. Die Südsee-Inseln werde ich zum Schluss nachholen. Java also. Am 7. November 1851 landet…

Reisen von Friedrich Gerstäcker. Australien. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta’scher Verlag, 1854

Wieder einmal lese ich in verkehrter Reihenfolge. Diesmal allerdings unbeabsichtigt. Ich war der Meinung, Gerstäcker in San Francisco verlassen zu haben, wie er ein Segelschiff Richtung Australien betritt, und habe deshalb ohne weitere Recherchen den hier vorliegenden Band als den nächsten und letzten seines Reiseberichts betrachtet. Nun ist es Gerstäckers Gewohnheit, wenn er einen neuen…

Reisen von Friedrich Gerstäcker. Californien. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta’scher Verlag, 1853

Warum tut Friedrich Gerstäcker sich dies an? In Deutschland hat er eine Frau und ein junges Kind zurückgelassen; er ist mittlerweile ein recht erfolgreicher Schriftsteller – und nun schürft er in Kalifornien unter miserablen Bedingungen nach Gold… Dieser Band ist die Fortsetzung seiner Reise in Südamerika, an deren Ende wir ihn ja auf dem Weg…

Reisen von Friedrich Gerstäcker. Südamerika. Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta’scher Verlag, 1853

1837 reiste Gerstäcker zum ersten Mal, in die USA. 1843 kehrte er zurück. 1844 veröffentlichte er einen Bericht über seinen Aufenthalt dort: Streif- und Jagdzüge durch die vereinigten Staaten Nord-Amerikas. Das Buch war ein sofortiger und unerwarteter Erfolg, der Gerstäcker erlaubte, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Übersetzungen und erste Romane festigten Gerstäckers Ruhm…

Friedrich Gerstäcker: Streif- und Jagdzüge durch die vereinigten Staaten Nord-Amerikas

Friedrich Gerstäcker (1816-1872) war, bevor er von Karl May abgelöst wurde, der wohl berühmteste Verfasser von Abenteuerromanen in Deutschland. Sein bekanntester Roman, Die Flußpiraten des Mississippi, wird bis heute immer mal wieder aufgelegt. Gerstäcker war wohl tatsächlich auch das Vorbild (eines der Vorbilder) Karl Mays – weniger, was den Plot der Romane angeht (Gerstäckers Protagonisten…