Shlomo Sand: Warum ich aufhöre, Jude zu sein – ein israelischer Standpunkt

Shlomo Sand gehört zu jenen Intellektuellen, die man einem Land nur wünschen kann – auch wenn er aufgrund seiner Thesen in Israel wenig Zustimmung erfahren wird. Er ist mutig im Denken, weil er vor keinen implizit oder explizit ausgesprochenen Verboten zurückscheut; er kritisiert nicht nur den Umgang seines Landes mit den Palästinensern, sondern auch die…

Carel von Schaik, Kai Michel: Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät.

Die beiden Autoren unterziehen die Bibel einer Analyse aus anthropologischer Sicht: Und werden fast überall fündig. Die Bibel, losgelöst von ihrem theologischen Gehalt und dem Anspruch der Göttlichkeit, birgt nach ihrer Ansicht einen Schatz an Erkenntnissen, der nur gehoben werden muss. Der Sündenfall der Menschheitsgeschichte liegt in der Abkehr von einem Jäger- und Sammlerleben zu…

Tom Segev: 1967. Israels zweite Geburt.

700 eng bedruckte Seiten zum Sechstagekrieg: Das zeigt schon, dass man hier recht ausführlich über die Ereignisse des Jahres 1967 im Nahen Osten informiert wird. Segev beschränkt sich keineswegs auf den Krieg selbst, sondern analysiert die gesellschaftlichen Verhältnisse vor dem Ausbruch des Krieges, die beginnende (erste!) Wirtschaftskrise des neuen israelischen Staates und die fast skurril…

Shlomo Sand: Die Erfindung des Landes Israel

Man kann diesem ausnehmend informativen und klugen Buch nur viele Leser wünschen – vor allem und besonders in Israel. Allerdings wird dort Shlomo Sand als Nestbeschmutzer betrachtet, wie das oft mit jenen zu geschehen pflegt, die sich dem allgemein anerkannten und nicht weiter hinterfragten Narrativ zu widersetzen versuchen. Wie schon in seinem letzten Buch, in…