Fritz Mauthner: Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande. 3. Band: Drittes Buch (1. bis 11. Abschnitt): Aufklärung in Frankreich und in Deutschland – Die große Revolution

Für Mauthner ist die Geschichte des Atheismus eine Sammlung von Geschichten atheistischer Persönlichkeiten; und er hat so seine Lieblinge und seine Bêtes noires. Ersteres wie letzteres teilt er mit praktisch allen Philosophiegeschichten seiner Zeit. Mauthner ist allerdings ein Amateur und zelebriert seine Parteilichkeit nachgerade. (Wenn er übrigens den professionellen Philosophiegeschichtsschreibern vorwirft, dass da einer vom…

Fritz Mauthner: Der Atheismus und seine Geschichte im Abendlande. 2. Band: Zweites Buch: Entdeckung der Natur und des Menschen – Lachende Zweifler – Niederlande, England

Auch Band 2 hätte wohl besser anders geheissen, z.B. „Der Nährboden, aus dem der europäische Atheismus entstehen konnte“ – denn Atheisten finden wir immer noch kaum in der Epoche vom ausgehenden Humanismus bis zur frühen Aufklärung. Mauthner hilft sich dadurch, dass er auch dieses Mal den Pantheismus zum Krypto-Atheismus erklärt, indem er in der Formel…

David Crystal: The Disappearing Dictionary [Das verschwindende Wörterbuch]

Warum werden so wenige Wörterbücher besprochen? (Ich meine jetzt nicht jene literarischen Werke wie Ambrose Bierce’ The Devil’s Dictionary oder Flauberts Wörterbuch der Gemeinplätze, das wir hier ein bisschen adaptiert haben. Das sind Orchideen, die auf den grossen Urwaldriesen der Wörterbücher und Lexika blühen. Ich meine die Urwaldriesen selber.) Dabei Wörterbücher (im weitesten Sinn) Anfang…

Gottfried Wilhelm Leibniz: Die Theodizee. Von der Güte Gottes, der Freiheit des Menschen und dem Ursprung des Übels

Ein … merkwürdiger Text, den Leibniz da 1710 veröffentlicht hat. Im Gegensatz zur kurzen und präzisen Monadologie, verliert sich Leibniz hier in seinem Thema. Er mäandert; man hat den Eindruck, dass er einfach hingeschrieben hat, was ihm gerade zum Thema in den Sinn gekommen ist. Dieser Eindruck war es wohl, der Bertrand Russell in seiner…

Gottfried Wilhelm Leibniz: Monadologie

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) ist eine Leitfigur der frühen Aufklärung, so etwas wie einer der ersten modernen Philosophen. Gleichzeitig war er einer der letzten Universalgelehrten in dem Sinne, wie ihn die Renaissance hervorbrachte. Im Gegensatz zum oft auch als Universalgelehrten angesprochenen Goethe verachtete Leibniz die Mathematik nicht nur nicht, er war einer der führenden Mathematiker…