Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Dritter Teil: Phänomenologie der Erkenntnis

Zwischen dem hier vorliegenden dritten Teil der Philosophie der symbolischen Formen und dem zweiten liegen 4 Jahre, der erste ist gar 6 Jahre früher erschienen (1929 – 1925 – 1923). Diese lange Entstehungszeit merkt man vor allem dem dritten Teil an – im Grossen und Ganzen zu dessen Vorteil. Allerdings könnte man sagen, dass die…

Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften 5

Es muss Zeiten gegeben haben, in denen Robert Musil seinen Mann ohne Eigenschaften verflucht hat, in denen er vor allem den zweiten Teil davon verflucht hat, in denen er verflucht hat, dass er bereits eine erste Hälfte von Teil 2 veröffentlicht hat. In Band 5 der kritischen Musil-Werkausgabe, mehr noch als in Band 4 (der…

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts

herausgegeben von Annika Hand, Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg: Felix Meiner, 2015. (=Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 11) Das Archiv für Begriffsgeschichte wurde seinerzeit gegründet, um verschiedenste Lemmata für ein philosophisches Wörterbuch in der Nachfolge des veraltenden Wörterbuchs von Rudolf Eisler zu sammeln und aufzubereiten. Dieses Wörterbuch ist seither unter der Federführung von Joachim Ritter…

Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften 4

Zweites Buch. Fortsetzung aus den Nachlass 1937-1942. Druckfahnenkapitel. Fortsetzung der Druckfahnenkapitel. Genfer Ersetzungsreihen / Zweite Ersetzungsreihe. Dritte Ersetzungsreihe. Nachwort des Herausgebers. Band 4 des Mannes ohne Eigenschaften ist auch Band 4 der kritischen Gesamtausgabe, die aktuell von Walter Fanta im Verlag Jung und Jung herausgegeben wird. Er ist in dieser Ausgabe der erste von 3…

Brian Greene: The Elegant Universe

Noch selten hat mich ein Sachbuch derart fasziniert und noch nie habe ich Physik so spannend empfunden, wie bei der Lektüre von The Elegant Universe von Brian Greene. Dabei ist die hier vorgestellte (Super-)Stringtheorie alles andere als eine einfache Sache, und Brian Greene ist von Haus aus nicht etwa Wissenschaftsjournalist, sondern Physiker, und forscht an…

Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften 1

Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften gehört zu jenem halben Dutzend Grossromane des 20. Jahrhunderts, die als lang und schwierig gelten, und daher von vielen Lesern gemieden werden. Ich möchte mich zu dieser Einschätzung nicht weiter äussern; mir bereitet eine Liebesschmonzette mehr Leseprobleme. Andererseits gehöre ich auch nicht zu jenem Leserkreis, der – quasi um…

Wörterbuch der Philosophie. Neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache von Fritz Mauthner. Zweite, vermehrte Auflage. Dritter Band: Rationalismus bis Zweck. Personen- und Sachregister

Implizit gibt Mauthner in diesem Band zu, dass er das Wörterbuch nicht nach Stichworten verfasst hat, sondern linear, von vorne nach hinten. Unter dem Stichwort Uhrengleichnis vermerkt er nämlich, dass er, was er ursprünglich hierhin setzen wollte, unterdessen bereits unter dem Stichwort Okkasionalismus im zweiten Band abgehandelt habe und hier das Stichwort Uhrengleichnis nur noch…

Martin Seiler, Friedrich Stadler (Hrsg.): Heinrich Gomperz, Karl Popper und die österreichische Philosophie

Dieses Buch ist eine Zusammenfassung von Beiträgen, die auf der Tagung “Heinrich Gomperz, Karl Popper und die österreichische Philosophie”, veranstaltet vom “Institut Wiener Kreis”, gehalten wurden. Mir war es vor allem um Heinrich Gomperz zu tun, der von der Philosophie weitgehend totgeschwiegen wird. Heinrich Gomperz war der Sohn des Altphilologen Theodor Gomperz, dessen dreibändige Geschichte…

Wörterbuch der Philosophie. Neue Beiträge zu einer Kritik der Sprache von Fritz Mauthner. Zweite, vermehrte Auflage. Erster Band: A = A bis Goethes Weisheit

Wer in den 1920ern im deutschsprachigen Raum, bzw. dessen intellektuellen Welt, etwas gelten wollte, kam um eine Lektüre Mauthners nicht herum. Denn obwohl Mauthner nie ein eigentliches Philosophiestudium absolviert hat (diesbezüglich hat er einzig ein abgebrochenes Studium der Rechte vorzuweisen), galt er vielen als ernst zu nehmender Philosoph, dessen Thesen zudem noch eine gewisse Popularität…

Mario Bunge / Martin Mahner: Über die Natur der Dinge

Nicht zufällig erinnert der Titel an das antike naturphilosophische Werk des Lukrez. Die beiden Autoren, Bunge und Mahner, wollen nämlich eben so wie ihre beiden antiken Vorbilder Lukrez und Epikur die ‘Welt’ beschreiben, ohne auf Götter Rekurs zu nehmen. Und anders als die beiden Antiken gestehen sie Gott oder den Göttern auch nicht eine Existenz…