Reinhold Bichler / Robert Rollinger: Herodot

Vorliegendes schmales Büchlein wurde seinerzeit als Einführung in das Studium des antiken griechischen Historikers Herodot geschrieben, der im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung lebte. Ich finde auf die Schnelle nicht heraus, wann die erste Auflage davon erschienen ist, vor mir liegt die zweite, 2001 bei Olms in Hildesheim erschienen und seinerzeit in einer Lizenzausgabe bei…

Richard Wrangham: Die Zähmung des Menschen. Warum Gewalt uns friedlicher gemacht hat.

Was ist der Mensch, ein edler Rousseauscher Wilder, den erst die Zivilisation verdorben hat oder ein Hobbescher Wolf, der den anderen nach Möglichkeit übervorteilen, besiegen will und der erst durch eine Reihe von Regeln und Konventionen gezwungen werden kann, sich einigermaßen friedlich zu verhalten? Oder nichts von beiden? Dieser Frage geht im vorliegenden Buch Richard…

Herodot: 9 Bücher zur Geschichte

Pater historiae nannte ihn Cicero (in De legibus), den Vater der Geschichte. Das zeigt, dass sich noch 300 Jahre nachdem Herodot seine Historien geschrieben hatte, eine etwas andere Kultur als die antike griechische, nämlich die antike römische, durchaus dessen bewusst war, dass mit diesen neun Büchern etwas Neues in der Literaturgeschichte aufgetaucht ist: das Genre…

Günther Stoll, Rüdiger Vaas: Spurensuche im Indianerland

Eine umfangreiche Studie über das indianische Leben in Nord- und Südamerika, die den Anspruch erhebt, sich nur an Fakten zu orientieren und einen rein naturwissenschaftlichen Zugang verspricht: Bedenklich, dass es einer solchen Versicherung überhaupt bedarf. Doch das Faktenbasierte des Buches steht sich manchmal selbst im Weg: Wenn es etwa um die historische Aufarbeitung der verschiedenen…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil: Das mythische Denken

Teil 2 der Philosophie der symbolischen Formen ist dem Andenken Paul Natorps gewidmet und enthält folgende Abschnitte: Der Mythos als Denkform Der Mythos als Anschauungsform. Auftritt und Gliederung der räumlich-zeitlichen Welt im mythischen Bewusstsein Der Mythos als Lebensform. Entdeckung und Bestimmung der subjektiven Wirklichkeit im mythischen Bewusstsein Die Dialektik des mythischen Bewusstseins Wie schon im…

Peter Farb: Die Indianer

Wer sich eine kompetente und gut geschriebene Einführung in die nordamerikanischen Indianerkulturen wünscht ist mit diesem Buch hervorragend beraten. Und das, obwohl das Buch bereits Ende der 60er Jahre unter dem Titel “Man’s Rise to Civilization” erschienen ist (die deutsche Erstausgabe stammt von 1971). Farb orientiert sich in seiner Gliederung an der Größe der Gesellschaften:…

Thomas Fischermann: Der letzte Herr des Waldes

Das Volk der Tenharim ist ein Brudervolk der Piraha, dem Daniel Everett ein durchaus bemerkenswertes Buch gewidmet hat. Thomas Fischermann geht von einem anderen Ansatz aus: Er lässt Madarejúva erzählen, einen jungen Krieger der Tenharim, der an der großen Transamazonica lebt und beide Welten kennengelernt hat – die einer technisierten Zivilisation und jene seiner Vorfahren…

James George Frazer: The Golden Bough [Der goldene Zweig]

1. Auflage: 1890 in 2 Bänden; 2. Auflage: 1900 in 6 Bänden; 3. Auflage: 1907-1915 in 12 Bänden (+ 1 Supplement-Band von 1936); 4. Auflage (Abridged Version): 1922 in 1 Band. Diese Zahlen zeigen zweierlei: Einerseits, dass The Golden Bough ein Verkaufsschlager war, was nur möglich ist, wenn auch Laien sich dafür interessierten; andererseits, dass…

Wilhelm Wundt et al.: Allgemeine Geschichte der Philosophie

1909 zum ersten Mal erschienen; gelesen in der zweiten, überarbeiteten Auflage von 1913. Vermutlich hat der Ausbruch des Ersten Weltkriegs dieser Philosophiegeschichte ‘den Hals gebrochen’. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sie heute praktisch verschollen ist, haben doch nur Leute mitgewirkt, die seinerzeit als Koryphäen in ihrem Fach galten: Wilhelm Wundt für Die…

Patrick Leigh Fermor: Roumeli

Ursprünglich war wohl angedacht, dass Patrick Leigh Fermor nach seinem Buch über Mani weitere Bücher über weitere Regionen Griechenlands schreiben wollte. Doch das zweite schon, das hier vorliegende über Roumeli, blieb das letzte. Und es sollte erst acht Jahre später erscheinen als Mani, nämlich 1966. Am Autor kann es nicht gelegen haben; Fermor starb erst…