Begleitband II.2 zu den Beneke-Tagebüchern: »Krieg und Frieden«

Anstatt sich für den Titel bei Tolstoi zu bedienen, hätte Frank Hatje, der Autor, seinen rund 500-seitigen Aufsatz auch »Geschichte der Koalitionskriege in Europa, mit besonderer Berücksichtigung Hamburgs, der Hanse, Bremens und Lübecks, sowie des Hamburger Advokaten Ferdinand Beneke« nennen können. Denn genau das ist es, was als Begleitband II.2 geliefert wird. Natürlich handelt auch…

Begleitband II.1 zu den Beneke-Tagebüchern: Zeitleiste und Anhänge

Etwas irritiert bin ich ja nun schon durch den ersten Teil des Begleitbandes II. Er wirft in mir mehr Fragen auf, als er beantwortet. Nämlich: Es gibt hier einen kurzen Mittelteil, der sich Zur Edition und zum Register nennt. Solche rein fachlichen Informationen werden gern überschlagen, denn ein Abkürzungs- und Siglenverzeichnis hat man sich unterm…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. II/6: Beilagen 1808 bis 1810

Irgendwie scheint es bei Ferdinand Beneke wellenförmig oder zyklisch zuzugehen, was die Auswahl seiner Beilagen zum Tagebuch betrifft. Hatten wir in den Beilagen der Jahre 1802 bis 1805 kaum Spuren der politischen Ereignisse jener Zeit gefunden, so mussten wir für die beiden folgenden Jahre feststellen, dass in Bezug auf die Beilagen die Jahre 1806 und…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. II/5: Beilagen 1806 und 1807

Wenn der Wurm drin ist, ist der Wurm drin… Auch dieser Band der Abteilung II ist falsch etikettiert. Dieses Mal war man allerdings insofern konsequent, als dass sowohl das Schildchen auf dem Buchrücken falsch ist, wie dasjenige auf dem vorderen Buchdeckel. Innen stimmt es dann: Wir haben hier die Beilagen der Jahre 1806 und 1807…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. II/3: 1808-1810

Wie heisst eigentlich die Funktion jener Person, die verantwortlich ist für die Herstellung der kleinen Schildchen auf dem Buchrücken, mit denen Leinenbände angeschrieben sind, wenn der Verlag nicht auf Prägung zurückgreifen will? Ich meine: Irgend jemand muss doch auch diesen Job machen. Wie dem auch sei: Dieser oder diese Irgend Jemand hat sich bei Band…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. II/2: 1805-1807

1805: In der Schlacht von Austerlitz zeigt sich Napoléon einmal mehr unüberwindlich. Er ist in Wien einmarschiert und regelt nun auch die politisch-geografischen Verhältnisse in Norddeutschland neu. Das Kurfürstentum Hannover schlägt er Preußen zu – ohne den englischen König zu fragen, dem es eigentlich gehört. (Vielleicht eine kleine Rache dafür, dass er kurz vorher in…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/4: Beilagen 1813

1813 und 1814 sind Ferdinand Benekes grosse Jahre – auch wenn er das damals wohl kaum so empfand. 1811 schien Frankreichs Hegemonie über Kontinentaleuropa noch übermächtig und für eine halbe Ewigkeit errichtet. 1812 hatte Moskau den Gegnern Napoléons gezeigt, dass dieser keineswegs der unüberwindliche Feldherr war, für den man ihn lange gehalten hatte. Auch wenn…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/2: 1814-1816

Obwohl er ebenso drei Jahre umfasst wie III/1, ist III/2 nur etwa halb so dick. Das liegt wohl daran, dass sich die politischen Ereignisse beruhigen. Zwar wird Hamburg erst einige Zeit nach dem Einmarsch der Verbündeten in Paris von den französischen Truppen verlassen, aber danach können die Hamburger, kann Beneke, wieder daran denken, sich in…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/1: 1811-1813

Bekanntlich haben die Herausgeber der Beneke-Tagebücher beschlossen, die Abteilung III vor der Abteilung II zu veröffentlichen. Das habe seinen Grund darin, dass die hier aufgezeichneten Ereignisse sich jetzt gerade zum 200. Mal jähren. Es ist auch richtig: In gewissem Sinne waren die Jahre von 1811 bis 1816 Benekes beste. Zumindest sind es die Ereignisse dieser…