Richard Rorty: Der Spiegel der Natur. Eine Kritik der Philosophie

Bücher, in denen ein Ende der Philosophie (überhaupt oder in ihrer aktuellen Form) gefordert oder gar vollzogen wird, gibt es immer wieder. Es gehört in der Philosophie sozusagen zum guten Ton, deren Ende zu verkünden. Meist kümmert sich die Philosophie nicht gross darum; ein bisschen Wirbel ist alles, was der Autor zu verursachen in der…

Florian Fisch: Wissenschaftlich erwiesen

Florian Fisch will eine Lanze für einen verantwortungsvollen, wissensbasierten Journalismus brechen und demonstriert anhand einiger Beispiele, mit welchen Methoden eine seriöse Berichterstattung unterlaufen wird. Besonderes Augenmerk schenkt er dabei medizinischen bzw. Ernährungsstudien als auch den Leugnern des Klimawandels sowie der kleinen, aber immer noch einflussreichen Gruppe, die das HIV-Virus für eine Schimäre halten. Dieses Anliegen…

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts

herausgegeben von Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg: Felix Meiner, 2010. (= Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 6) Wie schon1) bei Sonderheft 11, Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts, stellen sich auch bei vorliegendem Sonderheft 6 dieselben Fragen: Was sind ‘Schlüsselbegriffe’? Was ist ‘Philosophie’? Was ist das ’20. Jahrhundert’? Wie schon in Sonderheft 11 wird der…

Werner Schneiders: Deutsche Philosophie des 20. Jahrhunderts

Werner Schneiders ist ein emeritierter Philosophieprofessor (Uni Münster), der sich insbesondere mit der Philosophie der Aufklärung auseinandergesetzt hat und – u. a. – ein Lexikon dieser Aufklärung herausgegeben hat. In diesem Buch analysiert er die deutschsprachige Philosophie des 20. Jahrhundert, wobei er – berechtigterweise – bis auf Kant zurückgeht, um die Linien über den Deutschen…

Herbert Pietschmann: Phänomenologie der Naturwissenschaft

Der Titel klingt irgendwie vielversprechend (mit der Betonung auf irgendwie): Aber es dauert sehr lange, bis dem Leser auch nur einigermaßen klar wird, worauf Pietschmann in diesem Buch abzielt. Eine irgendwie neue, andere, wissenschaftstheoretische Konzeption des Fortschrittes der Naturwissenschaften, die sich eine Versöhnung der Kuhnschen Paradigmen mit den Popperschen Falsifikationen vorgenommen hat und diese mit…

Michael Esfeld: Naturphilosophie als Metaphysik der Natur

Esfeld versucht Metaphysik und neueste naturwissenschaftliche Erkenntnisse zu verbinden – und das alles auf der Basis eines wissenschaftlichen Realismus, der auf drei Grundvoraussetzungen beruht: 1. Die Welt an sich ist unabhängig von wissenschaftlichen Theorien – sowohl in ontologischer als auch kausaler Hinsicht. Das ist eine Absage an idealistische Programme jedweder Art. 2. Die Beschaffenheit der…

Erhard Oeser: Popper, der Wiener Kreis und die Folgen

Erhard Oeser versucht sich in einer historischen Aufarbeitung der Wissenschaftstheorie, die teilweise als die Fortsetzung der klassischen Erkenntnistheorie angesehen werden kann. Dabei bleibt die Verbindung so mancher Abschnitte zu diesem Komplex unklar: Man hat den Eindruck, dass einfach spezifische Problemstellungen (so wie sie Oeser in den Sinn kommen) abgehandelt werden, ihr Zusammenhang mit der Fragestellung…

Hans Poser: Wissenschaftstheorie. Eine philosophische Einführung

Die mit Abstand beste Einführung zum Thema Wissenschaftstheorie, die mir bekannt ist. Poser gelingt der Spagat zwischen anspruchsvoller und verständlicher Darstellung, auch wenn es ganz ohne wissenschaftstheoretische Kenntnisse teilweise schwer fallen dürfte, den Ausführungen zu folgen. Der erste (und bei weitem umfangreichste) Teil ist dem analytischen Ansatz in der Wissenschaftstheorie gewidmet. Der Autor orientiert sich…

Gunnar Andersson: Kritik und Wissenschaftsgeschichte

Dissertationen und Habilitationschriften zeichnen sich normalerweise nicht gerade dadurch aus, dass sie für Otto Normalverbraucher lesbar sind, oder auch nur interessant – zu fachspezifisch ist meist ihr Thema, zu verwickelt und voller Fachtermini ihr Stil. Das ist an und für sich nichts Schlechtes, sondern eine normale Konsequenz der immer weiter führenden Spezialisierung in allen Wissenschaften….

Gunnar Andersson: Kritik und Wissenschaftsgeschichte

Habilitationsschriften sind nicht immer ein Ausbund an Lesbarkeit und Verständlichkeit. Und sie behandeln häufig einen recht abseitigen Themenbereich, der nur für einige wenige Spezialisten von Interesse ist. Beides wird hier auf beeindruckende Art und Weise vermieden: Andersson setzt sich in diesem Buch mit den bekanntesten “Widerlegungen” des kritischen Rationalismus auseinander und er tut dies auf…