H. C. Andersen’s Sämmtliche Märchen

Deutsch von Julius Reuscher. Illustrirt von Ludwig Richter, Theodor Hosemann, Graf Pocci und Oscar Fletsch. Zwölfte vermehrte Auflage mit über hundert in den Text gedruckten Holzschnitt-Illustrationen, fünf Tonbildern. Volks-Ausgabe. Leipzig: Ernst Julius Günther, 1875. Gelesen in folgendem Reprint: Hans-Christian [sic!] Andersen: Andersen’s Sämmtliche Märchen. Dresden: Fachbuch-Verlag Dresden, 2013. Ob Reuschers Ausgabe wirklich sämmtliche Märchen Andersens…

›Marginalien… 227. Heft

Gerade noch rechtzeitig vor den Festtagen ist Heft 227 der Marginalien (Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft) bei mir eingetrudelt. Für mich ein wenig ein Heft des Déjà-vu. Je m’explique. Die m.M.n. wichtigsten Beiträge und Rezensionen: Ein Essay von Ulrich Wannhoff: Expeditionszeichner und der Weg zur freien Kunst über jene Männer, die vor der…

Erasmus von Rotterdam: De conscribendi epistolis / Anleitung zum Briefschreiben

Anleitungen zum korrekten Verfassen von Briefen sind nicht neu, und Erasmus war keineswegs der erste, so etwas zu verfassen. Im Gegenteil: Schon die Antike kannte die Literaturgattung ‘Brief’ und schrieb darüber. Im Mittelalter waren Briefsteller vor allem Anleitungen für die Schreiber in den Kanzleien von Fürsten und Bischöfen, Königen, Kaiser und Papst. Entsprechend ‘degenerierte’ die…

Christian Hermann Weisse: System der Ästhetik als Wissenschaft von der Idee der Schönheit

Was kann man von einer Ästhetik erwarten, die geschrieben wurde von jemand, der von Beruf Theologe und von Berufung Hegelianer ist? Die Frage stellen, heisst zugleich, sie beantworten. Christian Hermann Weisse stellt eine Ästhetik auf, die dem von Hegel definierten dialektischen Dreischritt von These-Antithese-Synthese zu folgen vorgibt. Diese Vorgehensweise ist für ihn die einzig wissenschaftliche,…

Dichter der Distanz – Adalbert Stifters “Der Hochwald”

Ich kenne keinen Romancier, der auch nur ähnlich gute Landschaften oder Stillleben machen könnte wie Stifter. (Und selbst unter den Nicht-Romanciers kenne ich nur von  Brockes oder Thoreau ähnlich präzise Wortzeichnungen.) Stifters Beschreibungen der heimatlichen Landschaft oder seiner eigenen (in die Fiktion transponierten) Möbel z.B. in Der Nachsommer sind meiner Meinung nach unerreicht. So setzt…