Briefe von und an Lessing 1743-1770

Friedrich Schlegel, zitiert vom Herausgeber dieses Briefwechsels im Anhang, meinte in seinem Essay Über Lessing (1797/1801), Lessings Größe habe vor allem in seiner »Individualität« gelegen, und für deren Studium sei der eine oder andere von Lessings Briefen »mehr wert ‹…› als manches seiner berühmtesten Werke«. Eigentlich 1987 als Band 11/I einer Ausgabe von Lessings Werken…

Netzwerk der Aufklärung. Neue Lektüren zu Johann Heinrich Merck

Herausgegeben von Ulrike Leuschner und Matthias Luserke-Jaqui. Berlin, New York: Walter de Gruyter, 2003 Dieses Buch versammelt verschiedene (ich weiss nicht, ob alle) Vorträge, die am 25. März 2002 an einem wissenschaftlichen Kolloquium zum Thema Johann Heinrich Merck in Darmstadt gehalten worden sind. Dieses Kolloquium war auch der Startschuss für eine neue Edition der Briefe…

„Lavater lesen“ – eine Veranstaltung im Rahmen von «Zürich liest ’16»

Zürich und Lavater – das ist, zumindest aus der Sicht Zürichs, die Geschichte einer alten Hassliebe. Lavater ist bis heute einer der bekanntesten Zürcher; bis heute ist er – auch in seiner Vaterstadt – nicht unumstritten. Die Zentralbibliothek Zürich bewahrt den literarischen und brieflichen Nachlass Lavaters auf; und die heutige Veranstaltung war auch ein Versuch…

Mose ben Maimon: Acht Kapitel. Eine Abhandlung zur jüdischen Ethik und Gotteserkenntnis

Philosophische Bibliothek 342. Hamburg: Meiner, 21992. Beruht auf einer Übersetzung von Maurice Wolff aus dem Jahr 1903. Maimonides war Philosoph, Rechtsgelehrter und Arzt im damals noch arabisch dominierten Mittelmeerraum des 12. Jahrhunderts u.Z. Sein Denken ist mit arabischem Denken getränkt, ohne allerdings die jüdische Herkunft Maimonides’ zu verbergen, denn mehr im Allgemeinen als im Besonderen…

Moses Mendelssohn: Ausgewählte Werke. Studienausgabe. Band II: Schriften zu Aufklärung und Judentum 1770-1786

Glanz und Elend der Berliner Aufklärer lässt sich nirgends so gut feststellen, wie in Mendelssohns Schriften aus den letzten anderthalb Jahrzehnten seines Lebens. Glanz – in seiner Verteidigung des eigenen Glaubens. Elend – in der Theologie, die diesem Glauben zu Grunde lag. Anders, als der Titel des zweiten Bandes der Werkauswahl suggeriert, beginnt unsere Lektüre…

Noch einmal Knigge

Er lässt mir gerade keine Ruhe, der Freiherr Knigge. Knigge ist eine ungeheuer schillernde Persönlichkeit, und ich kann nicht allem zustimmen, was ich so über ihn lese. Vor allem bei zwei Dingen bin ich anderer Meinung als einige seiner Ausleger. Da ist die Geschichte mit dem Schuh, den er einer Hofdame stibitzt und ihr auf…

Adolph Freiherr Knigge: Briefwechsel mit Zeitgenossen 1765-1796

Herausgegeben [und kommentiert] von Günter Jung und Michael Rüppel. Göttingen: Wallstein, 2015. Der Briefwechsel mit Zeitgenossen ist Teil eines grösseren Projekts, das die Werke und Briefe Knigges in toto herauszugeben beabsichtigt, und umfasst die ‘privaten’ Briefe Knigges, mit Ausnahme der Familienbriefe. Dass dennoch einer an seine Tochter Philippine darin figuriert, hängt mit der überaus schlechten…

Aesthetik oder Wissenschaft des Schönen. Zum Gebrauche für Vorlesungen von Dr. Friedrich Theodor Vischer, ordentlichem Professor der Aesthetik und deutschen Literatur an der Universität zu Tübingen. Zweiter Theil: Die Lehre vom Schönen in einseitiger Existenz oder vom Naturschönen und der Phantasie (1847)

Der zweite Theil von Vischers Aesthetik zerfällt in zwei Abtheilungen: Die Lehre vom Naturschönen und Die Lehre von der Phantasie. Wobei ‘zerfallen’ fast wörtlich genommen werden kann, indem die beiden Abteilungen wenig miteinander zu tun haben, ausser, dass sie – gemäss Vischer – die ordentliche Entwicklung sein sollten in der Lehre vom Schönen. Die Lehre…

C. M. Wieland: Schriften zur deutschen Sprache und Literatur II

Band II der von Remtsmaa und andern herausgegebenen Schriften zur deutschen Sprache und Literatur bringt vorwiegend Äusserungen Wielands zur Literatur – also Literaturkritik im weitesten Sinn. Der Band beginnt mit der ungeheuerlichen Kritik Wielands an Uz und mit ihm an den Anakreontikern (von 1752), wo Wieland – noch völlig der bigotte Christ – Uz nicht…

Johann Heinrich Merck: Gesammelte Schriften. Band 4: 1778

Das Jahr 1778 sieht den Darmstädter Johann Heinrich Merck wohl auf dem Höhepunkt seines Schaffens als Literat, als Literatur- und als Kunstkritiker. Überhaupt war er zu der Zeit Mädchen für alles, wenn es Christoph Martin Wieland darum ging, ein bestimmtes Thema in seinem Teutschen Merkur besprochen zu haben. Viele dieser Kritiken verraten sich durch die…