Leipziger Buchmesse 2019, Sonntag. Oder: Als ein Coffee Table Book meine vorletzte Veranstaltung aus der Agenda gestrichen hat

Um den Titel zu erklären, muss ich kurz ausholen. Ich bin seit geraumer Zeit Mitglied der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft. Genau gesagt: Letztes Jahr waren es genau 20 Jahre seit meinem Beitritt, wie die Buchgesellschaft (die diesbezüglich besser Buch führt als ich) mir mitgeteilt hat und mir zugleich aus einer Auswahl an Büchern und anderem die Wahl…

Leipziger Buchmesse 2019, Samstag. Oder: Wie sich der Teufel in Luft aufgelöst hat

Eigentlich hatte ich heute drei Veranstaltungen auf dem Radar. Zwei davon am Vormittag auf dem ‹Blauen Sofa›, eine gleich nach dem Mittag am ‹Schweizer Stand›. Eigentlich. Denn zum Glück kam es mir noch in den Sinn, unmittelbar nach dem Betreten der Messe rasch die elektronische Agenda des ‹Blauen Sofas› zu konsultieren. Mein allererster Termin wäre…

Christian von Aster: Der Orkfresser

Aaron Tristan war ein mal ein guter Fantasy-Autor. Jetzt ist er ein berühmter Fantasy-Autor. Seine Berühmtheit verdankt er einer Fantasy-Reihe namens Engel gegen Zombies, von der gerade Band 4 erschienen ist. An Band 5 arbeitet er. Aber Tristan ist von seinem Tun, gelinde gesagt, unbefriedigt. Eigentlich hasst er seine Fantasy-Reihe, hasst er seinen Verleger, hasst…

Leipziger Buchmesse 2018 – 3

Hiermit erkläre ich für mich meinen diesjährigen Besuch an der Leipziger Buchmesse für beendet. Ich war am Morgen noch einmal auf dem Messegelände, hatte aber ursprünglich die Absicht, mich am Nachmittag und eventuell am Abend nochmals im Zentrum von Leipzig aufzuhalten. Hier hat mir das Wetter einen Streich gespielt, bzw. die offenbare Unfähigkeit der zuständigen…

Leipzig 2018

Nach einem Jahr Pause also zurück in Leipzig. Am Vorabend der Öffnung der Messetore bin ich in Leipzig eingetroffen. Dieses Jahr habe ich wieder in “Auerbachs Keller” gegessen. Ich musste feststellen, dass es am Abend schwieriger ist, ohne Reservation einen Tisch zu ergattern; es ist mir aber doch noch gelungen. Auch wenn es nur ein…

Jean Paul: Vorschule der Ästhetik, nebst einigen Vorlesungen in Leipzig über die Parteien der Zeit / Kleine Nachschule zur ästhetischen Vorschule

Mit Jean Paul hat sich zum ersten Mal in der Geschichte der deutschen Literatur ein Vertreter der schreibenden Zunft selber in grossem Ausmass zu den Grundlagen seines Schreibens geäussert. Jean Pauls Vorschule ist, wie wir es uns von Jean Paul gewohnt sind, ein Mischmasch aus verschiedenen, oft disparat wirkenden Teilen. Da ist einerseits – und…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/4: Beilagen 1813

1813 und 1814 sind Ferdinand Benekes grosse Jahre – auch wenn er das damals wohl kaum so empfand. 1811 schien Frankreichs Hegemonie über Kontinentaleuropa noch übermächtig und für eine halbe Ewigkeit errichtet. 1812 hatte Moskau den Gegnern Napoléons gezeigt, dass dieser keineswegs der unüberwindliche Feldherr war, für den man ihn lange gehalten hatte. Auch wenn…

Georg Forster: Briefe

Gerhard Steiner, der Herausgeber meiner vierbändigen Forster-Werkausgabe, erschienen 1971 bei Insel-Ost, dessen vierten Band die vorliegenden Briefe darstellen, spricht in seinem diesem Band beigefügten Essay Georg Forster und das Schreiben – nicht nur von Briefen sinngemäss und unter anderem davon, dass man eigentlich bei Forster den historisch-kritischen Briefwechsel lesen sollte. Er meint damit vor allem,…

Leipziger Buchmesse 2016 – 1. Tag

Nun also hat die Leipziger Buchmesse 2016 auch für mehr als ein paar eingeladene Gäste begonnen. Neben ein bisschen Arbeit am eigenen Stand (Halle 5 – D 502; genauer gesagt sind wir nur Untermieter bei Literaturschock.de) habe ich den Tag damit begonnen, ein paar alte Bekannte aufzusuchen. Was hat sich im Vergleich zum letzten Jahr…

Leipzig reloaded. Und: Die Eröffnungsfeier der Leipziger Buchmesse 2016

Heute hat mich die Abenteuerlust gepackt. Ich habe mir eine Tageskarte der Leipziger Verkehrsbetriebe gekauft und bin mit der Strassenbahn ins Zentrum von Leipzig gefahren. Ja, diese Abenteuerlust ritt mich sogar derart, dass ich vom Markt zum Hauptbahnhof mit der S-Bahn gefahren bin (die dort eher eine U-Bahn ist). Dann habe ich den Hauptbahnhof besichtigt….