Nick Bostrom: Superintelligenz

Ein anstrengendes, sonderbares, manchmal kluges, dann wieder abstrus anmutendes Buch über die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Wobei ich festhalten will, dass es sich hier – auch wenn manche Thesen abenteuerlich anmuten und viele Erwägungen wie SF klingen – um einen Autor handelt, der weiß, wovon er schreibt, keinen Schreiberling (wie etwa hier), der schnell des…

Adrián Paenza: Mathematik durch die Hintertür

Adrián Paenza ist ein argentinischer Mathematikprofessor und ehemaliges Wunderkind (der neben der Mathematik auch eine große musikalische Begabung aufwies). Er ist Autor mehrerer populärwissenschaftlicher Bücher über Mathematik, die allesamt den Zweck verfolgen, die Schönheit und Faszination dieses Gegenstandes zu vermitteln und auch eine breitere Akzeptanz und Anerkennung in der Öffentlichkeit zu erlangen. Denn wie auch…

Kurd Laßwitz: Geschichte der Atomistik von Mittelalter bis Newton I

(Leider konnte ich auf die Schnelle nur den ersten Band von Laßwitz’ Geschichte der Atomistik in die Hände kriegen; ich werde mir Band 2 sicher noch besorgen – es könnte allerdings eine Weile dauern, bis ich ihn hier vorstelle.) Kurd Laßwitz’ Name hat das 21. Jahrhundert – wenn überhaupt – ‘nur’ als Autor von phantastischen…

Wolfgang Detel: Warum wir nichts über Gott wissen können

Das Buch richtet sich gegen Holm Tetens “Gott denken. Ein Versuch über rationale Theologie” und erteilt allen Versuchen, sich Gott auf rationalem Wege anzunähern, eine Absage. Dabei bedient sich Detel eines “neuen” Agnostizismus, der über das “wir können nichts von und über Gott wissen” hinausgeht. Es sind vor allem zwei Eigenschaften Gottes, die ihn zu…

Edward FitzGerald: Rubáiyát of Omar Khayyán

Es kommt wohl nicht so oft vor, dass man durch einen Kriminalroman auf einen persischen Lyriker aus dem aus dem 12. Jahrhundert u.Z. aufmerksam wird. Nun war Rex Stout ein sehr belesener Mann, und so bin ich durch seinen Nero-Wolfe-Krimi Der rote Stier (OT: Some buried Ceasar) auf Omar Chayyām, oder wie er im Englischen…

Gottlob Frege: Die Grundlagen der Arithmetik

1884 auf Deutsch erschienen. Vor mir liegt eine zweisprachige Ausgabe (deutsch-englisch). Der Übersetzer war John L. Austin. Zum ersten Mal ist die Übersetzung 1950 erschienen. Zusammen geführt wurden Original und Übersetzung m.W. 1980 in meiner Ausgabe von der Northwestern University Press, Evanston Illinois. Die Grundlagen der Arithmetik gelten als das zugänglichere der beiden Werke, in…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Dritter Teil: Phänomenologie der Erkenntnis

Zwischen dem hier vorliegenden dritten Teil der Philosophie der symbolischen Formen und dem zweiten liegen 4 Jahre, der erste ist gar 6 Jahre früher erschienen (1929 – 1925 – 1923). Diese lange Entstehungszeit merkt man vor allem dem dritten Teil an – im Grossen und Ganzen zu dessen Vorteil. Allerdings könnte man sagen, dass die…

Alice Schmidt: Tagebücher der Jahre 1948/49

Flüchtlinge, die nach Deutschland einzuwandern suchen, gibt es nicht erst seit dem 21. Jahrhundert. Es gab sie schon nach dem Zweiten Weltkrieg. Man nannte sie „Umsiedler“, und es handelte sich um Menschen, die von einem Teil Deutschlands – dem Osten – in einen andern Teil Deutschlands – den Westen – flüchteten, weil sie sich ein…

Masha Gessen: Der Beweis des Jahrhunderts

Grigori Perelman hat eine Berühmtheit erlangt, die weit über seinen Fachbereich hinausgeht: Nicht nur, weil er eines der Millenniumsprobleme gelöst hat (die Poincarésche Vermutung), sondern noch mehr durch sein obskures und seltsames Verhalten, das ihn unter anderem die Fields-Medaille (den “Nobelpreis” für Mathematiker) ablehnen ließ als auch durch die Zurückweisung der von der Clay-Stiftung ausgelobten…

Ian Stewart: Die Zahlen der Natur

Ian Stewart gehört zu den bekanntesten und profiliertesten Popularisierern der Mathematik. Er veröffentlichte im “Scientific American” zahlreiche Kolummen und hat zahlreiche Mathematikbücher – ähnlich wie das vorliegende – geschrieben. Eines der – schon oft erwähnten – Probleme dieser Bücher ist die ständig spürbare Angst der Autoren, durch den Gebrauch von Formeln die Leser zu verschrecken….