Richard Leakey, Roger Lewin: Die sechste Auslöschung

Dieses Buch war eine Art Vorübung für den aktuellen und umfangreichen Band zum Thema Artenvielfalt von Matthias Glaubrecht: “Das Ende der Evolution. Der Mensch und die Vernichtung der Arten”. Richard Leakey ist der Sohn von Louis und Mary Leakey, die beide zu den Großen der Paläoanthropologie gehörten. Richard folgte den Spuren seiner Eltern, ohne eine…

Hans Diefenbacher (Hrsg.): Anarchismus

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von verschiedenen Aufsätzen zum Thema „Anarchismus“. Genauer, wie der Untertitel sagt: Zur Geschichte und Idee der herrschaftsfreien Gesellschaft. Wie immer bei solchen Sammelbänden sind die einzelnen Beiträge von unterschiedlichem Niveau, auch aus unterschiedlichen Gesichtspunkten verfasst. Das Schwergewicht der Darstellung liegt dabei auf den ‘klassischen’ (mehr oder…

Henry Beston: Das Haus am Rand der Welt

Henry David Thoreau wirkte in vieler Hinsicht stilbildend, vor allem in seiner Heimat, den USA. Da ist zum einen seine politische Philosophie, eine Mischung aus Anarchismus und passivem Widerstand, der bis heute dort als Unterströmung im politischen Leben festzustellen ist. So ist u.a. der Libertarismus letzten Endes (auch) auf Thoreau zurückzuführen. Aber selbst sein Lebensstil,…

Cixin Liu: Die drei Sonnen [三体]

Auf dem vorderen Buchdeckel meines Exemplars klebt ein kreisrunder und knallroter Sticker: Die Sensation aus CHINA; auf dem hinteren Buchdeckel ist es sogar der Lead von dem, was ich in Ermangelung eines andern Ausdrucks den Klappentext nenne: DER WELTBESTSELLER AUS CHINA. Und natürlich darf weder vorne noch hinten der Hinweis darauf fehlen, dass dieser Roman…

Henry David Thoreau: Ktaadn

Ktaadn! – Was klingt wie ein klingonisches Schimpfwort ist der indianische Name für Mount Katahdin, der mit 1’606 m höchsten Erhebung im heutigen US-Bundesstaat Maine. Jetzt liegt Mount Katahdin im Zentrum des Baxter State Park, eines über 800 km2 grossen Naturschutzgebiets. Als ihn Thoreau 1846 erstieg, lag er an der Grenze dessen, was man allgemein…

Thomas Fischermann: Der letzte Herr des Waldes

Das Volk der Tenharim ist ein Brudervolk der Piraha, dem Daniel Everett ein durchaus bemerkenswertes Buch gewidmet hat. Thomas Fischermann geht von einem anderen Ansatz aus: Er lässt Madarejúva erzählen, einen jungen Krieger der Tenharim, der an der großen Transamazonica lebt und beide Welten kennengelernt hat – die einer technisierten Zivilisation und jene seiner Vorfahren…

J. Craig Venter: Leben aus dem Labor

John Craig Venter ist der Öffentlichkeit durch die von ihm erstmals erfolgreiche durchgeführte Sequenzierung des menschlichen Genoms bekannt geworden. Und durch die Vermarktung seiner Forschungsergebnisse (er dürfte mindestens so viel vom Unternehmer wie vom Wissenschaftler haben), wobei er u. a. Patente auf die Sequenzierungen anmeldete, um die gewonnenen Erkenntnisse für die Medikamentenherstellung ökonomisch zu nutzen….

Schiefenhövel, Vogel, Vollmer, Opolka (Hrsg.): Vom Affen zum Halbgott

Der erste Band einer auf drei Bände ausgelegten Serie “Anthropologie heute” – allerdings von 1994. Dadurch leidet die Aktualität mancher Beiträge (wie etwa jener über Gentechnik als auch der über Ökologie), andere hinwiederum (über Reproduktionsmedizin) habe ich in diesem Zusammenhang schlicht nicht erwartet (die moralisch-ethischen Belange wurden ohnehin im Beitrag über Gentechnik abgehandelt). Die mit…

Ugo Bardi: Der Seneca-Effekt

Ugo Bardi ist Mitglied des “Club of Rome” und hat schon mit anderen Publikationen versucht, die Aufmerksamkeit auf die enden wollenden Resourcen unserer Erde zu lenken. Im vorliegenden Buch wird die Problematik komplexer Systeme aufgegriffen, die – dem Autor zufolge – alle dazu neigen, schnell und unvorhergesehen zu kollabieren. Bardi nennt diese Tendenz Seneca-Effekt nach…

John Steinbeck: Logbuch des Lebens [The Log from the Sea of Cortez]

Etwas ungewöhnlich ist es ja schon, wenn sich ein gestandener Autor von Belletristik für die Fauna des Litorals der Baja Calofornia interessiert und für deren Erforschung sogar eine kleine wissenschaftliche Expedition organisiert. Der 1902 geborene John Steinbeck war 1940, zum Zeitpunkt der Reise von Monterey nach Puerto Refugio und zurück, immerhin schon beinahe 40 Jahre…