Martin Seel: Versuch über die Form des Glücks. Studien zur Ethik

suhrkamp taschenbuch wissenschaft 1445 In vier Studien exploriert Martin Seel das Konzept eines glücklichen vs. dem eines guten Lebens. Die vier Studien bauen dabei aufeinander auf: 1. Die Spannung zwischen Glück und Moral erforscht das Gelände und stellt die bisher in der Geschichte der Philosophie gefundenen Problemlösungen vor. Die titelgebende Studie 2. Versuch über die…

Werner Schneiders: Deutsche Philosophie des 20. Jahrhunderts

Werner Schneiders ist ein emeritierter Philosophieprofessor (Uni Münster), der sich insbesondere mit der Philosophie der Aufklärung auseinandergesetzt hat und – u. a. – ein Lexikon dieser Aufklärung herausgegeben hat. In diesem Buch analysiert er die deutschsprachige Philosophie des 20. Jahrhundert, wobei er – berechtigterweise – bis auf Kant zurückgeht, um die Linien über den Deutschen…

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts

herausgegeben von Annika Hand, Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg: Felix Meiner, 2015. (=Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 11) Das Archiv für Begriffsgeschichte wurde seinerzeit gegründet, um verschiedenste Lemmata für ein philosophisches Wörterbuch in der Nachfolge des veraltenden Wörterbuchs von Rudolf Eisler zu sammeln und aufzubereiten. Dieses Wörterbuch ist seither unter der Federführung von Joachim Ritter…

Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten

Ich gehe mit Sandhofers Einschätzung dieses Buches weitgehend konform: Eine gut geschriebene, anekdotenreiche Philosophiegeschichte, der es auf eindrucksvolle Weise gelingt, die oft sperrigen Inhalte der Existenzialisten klar darzustellen, ohne dabei unzulässig zu verkürzen oder zu vereinfachen. Wobei auch die zweifelhaften Züge der “mitwirkenden” Philosophen nicht unter den Tisch gekehrt werden, Heideggers Nationalsozialismus wird ebenso erwähnt…

Wilhelm Dilthey: Das Wesen der Philosophie

Husserl hat ihm Historizismus vorgeworfen, was Dilthey nicht auf sich sitzen lassen wollte. Obwohl als Schüler Trendelenburgs vor allem philosophiehistorisch geschult, ging es ihm doch um mehr. An der Wende zum 20. Jahrhundert hatte die Frage nach dem “Wesen” der Philosophie neue Dringlichkeit erhalten. Die Systeme des deutschen Idealismus (Fichte, Schelling, Hegel) hatten ihre Faszination…

Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten. Freiheit, Sein und Aprikosencocktails

Halb Philosophiegeschichte, halb (Mehrfach-)Biografie, stellt Sarah Bakewells Buch das Entstehen und Vergehen der existenzialistischen Bewegung dar. Es fehlen auch romanhaft-reisserische Momente nicht, so, wenn zum Beispiel die Rettung (fast des ganzen) Nachlasses von Edmund Husserl durch die Universität Löwen geschildert wird. Im Zentrum der Darstellung stehen die französischen Existenzialisten, allen voran Jean-Paul Sartre und Simone…

Sir Thomas Browne: Religio Medici

Der Engländer Thomas Browne (1605-1682)  ist im deutschsprachigen Raum relativ unbekannt. Jedenfalls habe ich ihn noch so kürzlich wie 1995 (in den Anmerkungen zu C. S. Peirce: Religionsphilosophische Schriften, ed. Hermann Deuser) und bei einem renommierten Verlag (Felix Meiner) verwechselt gefunden mit dem viel späteren (1778-1820) schottischen Philosophen Thomas Brown, einem Kritiker der Evolutionstheorie, wie…

Werner Kinnebrock: Kein Wissen ohne Glaube. Oder: Warum es unmöglich ist, nichts zu glauben

Das hat man davon, wenn man sich an der Leipziger Buchmesse als Blogger zu erkennen gibt. Ich wurde nämlich von einer netten Dame angeredet, ob sie mir nicht das neueste Buch aus ihrem Verlag für eine Rezension schicken dürfe. Ein Buch darüber, dass es unmöglich sei, nichts zu glauben. Ein evangelischer Verlag also (claudius); und…

Texte zur Theorie der Komik. Hg. v. Helmut Bachmaier. RUB 17656

Nachdenken über das Komische ist bis heute eher eine Ausnahme im philosophisch-ästhetischen Diskurs. Helmut Bachmaier geht in seiner 2005 zum ersten Mal erschienenen Anthologie den Spuren dieses Nachdenkens nach. Auszüge aus wichtigen Werken werden historisch gegliedert. So fällt dem Leser rasch auf, dass es im Grunde genommen – mit Ausnahme des einzigen Jean Paul –…

Panajotis Kondylis: Die neuzeitliche Metaphysikkritik

Dieses Buch eingehend und umfassend zu besprechen würde selbst ein kleines Büchlein ergeben. So kann hier nur oberflächlich und entsprechend den Vorlieben des Lesers ein kurzer, geraffter Überblick gegeben werden, der in jedem Fall unvollständig und höchst rudimentär ausfallen muss. Panajotis Kondylis war ein Privatgelehrter, er hatte zu keiner Zeit eine akademische Stellung inne und…