Quentin Mouron: Vesoul, 7. Januar 2015

Vesoul ist für mich der Inbegriff der französischen Provinz. Und ich vermute, dass ich darin nicht der einzige bin. Diesen Ruf verdankt die Kleinstadt im Département Haute-Saône dem gleichnamigen Lied von Jacques Brel. Brel selber stammte – jedenfalls aus der Sicht von Paris, dem Zentrum französischen Seins und Lebens – ebenfalls aus der Provinz, aus…

Ausstellung: Schweizer Illustratorinnen und Illustratoren

Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals «Zürich liest ’19». Im Grunde genommen handelt es sich bei dieser „Ausstellung“ um eine Mogelpackung. Wenn man sie nämlich gefunden hat (und es ist nicht einfach, sie zu finden – nicht weil sie so gut versteckt ist, sondern weil man, was man sieht, nicht für eine Ausstellung hält), wird…

›Marginalien… 229. Heft

Dies wird wohl das letzte Mal sein, dass ich hier über die Marginalien berichte. Nach dem Redaktionswechsel habe ich – in dubio pro reo – die anhaltende DDR-Lastigkeit, ja nostalgische Verklärung der DDR, der Tatsache zugeschrieben, dass die Frühjahrsnummer 228 noch (zumindest teilweise) von der alten Redaktion zu verantworten gewesen wäre. Jetzt, mit dem 229….

Christian von Aster: Der Orkfresser

Aaron Tristan war ein mal ein guter Fantasy-Autor. Jetzt ist er ein berühmter Fantasy-Autor. Seine Berühmtheit verdankt er einer Fantasy-Reihe namens Engel gegen Zombies, von der gerade Band 4 erschienen ist. An Band 5 arbeitet er. Aber Tristan ist von seinem Tun, gelinde gesagt, unbefriedigt. Eigentlich hasst er seine Fantasy-Reihe, hasst er seinen Verleger, hasst…

›Marginalien… 228. Heft

N° 228 der Marginalien ist die erste Nummer, die von der neuen Redaktion unter Till Schröder präsentiert wird. Es scheinen im Hintergrund etwelche Kabbeleien vor sich gegangen zu sein; als Mitglied in einem Aussenbezirk bekommt man so was ja nicht mit. Was ich sagen kann: Viel Neues bringt zumindest diese Nummer nicht. Das einzige, das…

›Marginalien… 226. Heft

Abermals eine Ausgabe der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, die praktisch ausschliesslich auf den Osten Deutschland, ja auf die DDR, fixiert ist. Als erstes werden die Grafikerin Susanne Theume (geb. 1975 in – Halle) und ihr Werk vorgestellt. Der Autor, André Schinkel, setzt dabei in einem derart schwülstigen Ton ein, dass der Leser erschrickt und…

Literaturcamp Heidelberg 2017 (2)

Zweiter und letzter Tag des Literaturcamp Heidelberg 2017. Schon früh morgens stand ich vor der Tür und habe dann ein wenig mitgeholfen, den Müll vom Vortag wegzuräumen. (Es gab zwar schöne Plakate, auf denen die Teilnehmer zur Selbstverantwortung aufgerufen worden waren, und dazu, ihren Müll selber wegzuräumen, aber ich musste feststellen, dass Bloger, Autoren und…

Tanja Brandt: Wo die Liebe hinfliegt

“Wohlfühlbuch” … Ich weiss nicht, ob ein Verlag oder ein Buchhändler zuerst auf die Idee gekommen ist, diesen Begriff als Marketinginstrument einzusetzen, oder ob er nicht doch in einem Blog oder einem Forum zuerst verwendet worden ist. Jedenfalls assoziiere ich damit weitere Begriffe, die meist parallel dazu verwendet werden: Kuscheldecke, Kerze, Tasse Tee. Als “Wohlfühlbuch”…

›Marginalien… 222. Heft

Heft 222 bringt ungefähr dieselbe Mischung aus Verlagsgeschichte, Biografien über / Erinnerungen an Illustratoren und Vereinsinterna wie schon Heft 221. Und auch dieses Heft kann die Wurzeln der Pirckheimer-Gesellschaft in der DDR nicht verleugnen. An Beiträgen, die ein weiteres Publikum interessieren könnten, finden wir: Einen Bericht über eine Ausstellung zum Thema Dada. (Nicht die in…

›Marginalien… 221. Heft

Zumindest für Heft 221 kann ich Entwarnung geben. Was ich bei Heft 220 noch insgeheim befürchtet hatte – nämlich, dass (auf Grund auch der Vereinsgeschichte der herausgebenden Pirckheimer-Gesellschaft) die Marginalien sich vorwiegend bis ausschliesslich mit Verlagsgeschichte, Nachrufen sowie Leben und Wirken von Buchgestaltern und -illustratoren beschäftigen würden, ja mit DDR-Verlagsgeschichte, Nachrufen auf DDR-Persönlichkeiten sowie Leben…