Kurd Laßwitz: Die Lehre Kants von der Idealität des Raumes und der Zeit im Zusammenhange mit seiner Kritik des Erkennens allgemeinverständlich dargestellt

Gekrönte Preisschrift steht auf dem Titelblatt dieses 1883 erschienenen Textes. Tatsächlich handelt es sich hier um Laßwitz’ Antwort auf eine Preisauschreibung, die 1880 durch das Literatur⸗Institut von E. Last in Wien versandt wurde, im Namen eines gewissen Julius Gillis aus St. Petersburg; eine Preisausschreibung, deren Ziel es war, gleichgesinnte philosophisch durchgebildete Männer zu veranlassen, eine…

Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Erster Teil: Die Sprache

Im Vorwort Einleitung und Problemstellung gibt Cassirer das ursprüngliche Ziel seines hier vorliegenden Hauptwerks an: Er will den Unterschied bzw. die Gleichberechtigung der Natur- und der Geisteswissenschaften definieren – eine Diskussion, die damals in der Philosophie des Neukantianismus gerade en vogue war. (‘Ursprünglich’ deshalb, weil Cassirer dann unterm Schreiben dieses Ziel etwas aus den Augen…

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 20. Jahrhunderts

herausgegeben von Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg: Felix Meiner, 2010. (= Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 6) Wie schon1) bei Sonderheft 11, Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts, stellen sich auch bei vorliegendem Sonderheft 6 dieselben Fragen: Was sind ‘Schlüsselbegriffe’? Was ist ‘Philosophie’? Was ist das ’20. Jahrhundert’? Wie schon in Sonderheft 11 wird der…

Schlüsselbegriffe der Philosophie des 19. Jahrhunderts

herausgegeben von Annika Hand, Christian Bermes und Ulrich Dierse. Hamburg: Felix Meiner, 2015. (=Archiv für Begriffsgeschichte, Sonderheft 11) Das Archiv für Begriffsgeschichte wurde seinerzeit gegründet, um verschiedenste Lemmata für ein philosophisches Wörterbuch in der Nachfolge des veraltenden Wörterbuchs von Rudolf Eisler zu sammeln und aufzubereiten. Dieses Wörterbuch ist seither unter der Federführung von Joachim Ritter…

Wilhelm Wundt et al.: Allgemeine Geschichte der Philosophie

1909 zum ersten Mal erschienen; gelesen in der zweiten, überarbeiteten Auflage von 1913. Vermutlich hat der Ausbruch des Ersten Weltkriegs dieser Philosophiegeschichte ‘den Hals gebrochen’. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum sie heute praktisch verschollen ist, haben doch nur Leute mitgewirkt, die seinerzeit als Koryphäen in ihrem Fach galten: Wilhelm Wundt für Die…

Paul Natorp: Allgemeine Psychologie nach kritischer Methode

Zusammen mit seinem Lehrer Hermann Cohen war Paul Natorp Oberhaupt der sog. Marburger Schule des Neukantianismus. Die Marburger Schule setzte bei Kant dort ein, wo dieser die Erkenntnis aus dem Dilemma von Empirismus vs. Rationalismus löst, indem er festhält, dass uns zwar die Dinge in der Erfahrung und nur in der Erfahrung gegeben sind, aber…

Wilhelm Jerusalem: Einleitung in die Philosophie

Jerusalem lehrte vor und nach dem Ersten Weltkrieg an der Wiener Universität und hat sich vor allem als Pädagoge bzw. Verfasser pädagogischer Schriften um eine Reform des Bildungswesens in Österreich verdient gemacht (er war maßgeblich an der Wiener Schulreform von Otto Glöckel beteiligt). Als Philosoph vertrat er einen wissenschaftlich-empirischen Standpunkt, der sich dem Pragmatismus eng…

Der Bücherhof in Helmbrechts

Helmbrechts – auch wenn es in meinen Ohren klingt wie der Titel einer Familien-Soap aus den frühen Jahren des deutschen Fernsehens (“Die Helmbrechts”) – ist in Tat und Wahrheit eine Ortschaft im Frankenland. Auf dem Weg dahin kommt man an Hof vorbei, an Bayreuth, an Wunsiedel. Die Landschaft des Jean Paul also, aber auch die…

George Herbert Mead: Mind, Self, & Society

Vorweg: Es handelt sich bei diesem Text nicht um ein eigenes Werk Meads. Mead, 1931 verstorben, war Zeit seines Lebens viel zu sehr beschäftigt damit, sein System zu vervollständigen, als dass er es hätte publizieren können. So fügte Charles W. Morris 1934 Vorlesungsnachschriften zusammen zu dem, was heute Meads bekanntestes Werk ist. Mead gehörte zu…

Karl May – zum 100. Todestag

(Dieser Artikel entstand vor ziemlich genau 4 Jahren, anlässlich eines damals die Runde machenden Artikels von Eberhard Rondholz: Völkerpsychologische Stereotypen bei Karl May. Ich stelle ihn hier wieder ins Internet, nachdem er in der Zeitschrift der Leipziger Karl-May-Freunde damals veröffentlicht wurde, mittlerweile aber wohl der Vergessenheit anheim gefallen ist. Meine eigene Beschäftigung mit dem Liebling…