Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/5: Beilagen 1814

III/5 fängt an mit Benekes Kassenbuch, das er vom 1. Juni 1814 bis zum 24. Februar 1816 führt, und in dem er fein säuberlich alle Einnahmen und Ausgaben seines Haushaltes notiert. Damit ist zugleich eines der Leitmotive des Jahres 1814 in Benekes Leben gegeben: Geld (bzw. eben dessen Mangel). Es mangelt Beneke einerseits privat daran,…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/4: Beilagen 1813

1813 und 1814 sind Ferdinand Benekes grosse Jahre – auch wenn er das damals wohl kaum so empfand. 1811 schien Frankreichs Hegemonie über Kontinentaleuropa noch übermächtig und für eine halbe Ewigkeit errichtet. 1812 hatte Moskau den Gegnern Napoléons gezeigt, dass dieser keineswegs der unüberwindliche Feldherr war, für den man ihn lange gehalten hatte. Auch wenn…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/3: Beilagen 1811 und 1812

1811 ist Ferdinand Beneke ein routinierter Tagebuchschreiber. Das zeigt sich auch den Beilagen, die er seinem Tagebuch hinzufügt. In den frühen Tagebüchern (vgl. Abteilung I) waren diese bedeutend zufälliger und unwichtiger. Und vor allem: Es waren bedeutend weniger. In der Abteilung III nun stehen zwei gedruckten Bänden Tagebuch deren vier mit den Beilagen gegenüber –…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/2: 1814-1816

Obwohl er ebenso drei Jahre umfasst wie III/1, ist III/2 nur etwa halb so dick. Das liegt wohl daran, dass sich die politischen Ereignisse beruhigen. Zwar wird Hamburg erst einige Zeit nach dem Einmarsch der Verbündeten in Paris von den französischen Truppen verlassen, aber danach können die Hamburger, kann Beneke, wieder daran denken, sich in…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. III/1: 1811-1813

Bekanntlich haben die Herausgeber der Beneke-Tagebücher beschlossen, die Abteilung III vor der Abteilung II zu veröffentlichen. Das habe seinen Grund darin, dass die hier aufgezeichneten Ereignisse sich jetzt gerade zum 200. Mal jähren. Es ist auch richtig: In gewissem Sinne waren die Jahre von 1811 bis 1816 Benekes beste. Zumindest sind es die Ereignisse dieser…

Dorothy Wordsworth: The Grasmere Journal

1799 bezogen Dorothy Wordsworth und ihr Bruder William ein Haus in Grasmere, einem kleinen Ort im Nordwesten Englands, der zum sog. ‘Lake District’ gehört. Ob Dorothy von Anfang an ein Tagebuch führte, weiss ich nicht. Das sog. Grasmere Journal beginnt am 22. Dezember 1800 und endet am 16. Januar 1803, als Williams frisch geehelichte Frau…

Harry Graf Kessler: Gesichter und Zeiten

Hier handelt es sich um den ersten Band der “Gesammelten Schriften” von Harry Graf Kessler (1868 – 1937), der aufgrund seiner Herkunft zu den höchsten Kreisen Zugang hatte (der Taufpate seiner Schwester war Kaiser Wilhelm I.), mit sehr vielen bekannten Künstlern Umgang pflegte und aufgrund seiner politischen Gesinnung auch als “roter Graf” bezeichnet wurde (was…

The Revd James Woodforde: The Diary of a Country Parson

James Woodforde lebte von 1740 bis 1803. Seit seinem 19. Lebensjahr führte er Tagebuch. Zum Schluss sollte dieses Tagebuch 72 Notizbücher und zusätzlich über 100 lose Blätter umfassen. In England ist Woodforde recht bekannt und geniesst Kultstatus. Im deutschen Sprachraum kennt man ihn kaum – nicht einmal zu einem Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia hat…

Max Frisch: Aus dem Berliner Journal

1973 kaufte sich Max Frisch eine Wohnung in Berlin und zog dahin um, zusammen mit seiner damaligen Frau Marianne. Er begann gleich nach dem Umzug damit, ein weiteres Tagebuch zu schreiben. Eine Veröffentlichung war – zumindest zu Beginn – immer schon vorgesehen; später legte Frisch seinen Testaments-Vollstreckern allerdings eine Wartezeit von 20 Jahren nach seinem…

Edmond & Jules de Goncourt: Journal. [Band 11: 1894-1896 / Beibuch / vorläufige Schlussbemerkungen]

Band 11: 1894-1896 Ironie des Schicksals: In den hier dokumentierten zweieinhalb Jahren vor seinem Tod hat sich Edmond bedeutend besser gefühlt als noch die drei Jahre davor. Seine Leberkoliken tauchen nur noch selten auf. Edmond, ansonsten ein unverbesserlicher Hypochonder, der seit Jahren und bei jeder Erkältung mit seinem baldigen Tod rechnet, plant im Frühling 1896…