Briefe von und an Hegel 1823-1831

Herausgegeben von Johannes Hoffmeister. Hamburg: Felix Meiner, 1. Auflage 1954; 3., durchgesehene Auflage 1969. (= Philosophische Bibliothek 237) Das Buch stammt aus einer Zeit, als man seine Klassiker in Leinen mit Fadenheftung und farbigem Oberschnitt gebunden hat, als aber ein Lesebändchen noch nicht als nec plus ultra der Buchausstattung galt. Dafür wurden die Bücher für…

Briefe von und an Hegel 1785-1812

Herausgegeben von Johannes Hoffmeister. Hamburg: Felix Meiner, 1. Auflage 1952; 3., durchgesehene Auflage 1969. (= Philosophische Bibliothek 235) (Das Buch stammt aus einer Zeit, wo man seine Klassiker noch in Leinen mit Fadenheftung und farbigem Oberschnitt gebunden hat, und wo ein Lesebändchen noch nicht als nec plus ultra der Buchausstattung galt.) Wer sich erhofft, aus…

Die Göchhausen

So lautet – mit dem Untertitel Briefe einer Hofdame aus dem klassischen Weimar – die 1923 von Werner Deetjen veranstaltete Ausgabe einer Auswahl aus den Briefen der Luise von Göchhausen, ihres Zeichens Hofdame bei der weimarischen Herzogin-Witwe, Anna Amalia. Die Göchhausen war ein wichtiges Mitglied des Kreises um Anna Amalia, eines Kreises, der wegen seiner…

Karl Philipp Moritz – Ästhetische Theorie

Ästhetische Theorie nennt sich der abschliessende Teil des abschliessenden Bandes meiner Moritz-Auswahlausgabe (Bibliothek deutscher Klassiker 145). Dieser Teil umfasst allerdings mehr als nur Schriften zur Ästhetik – was bei einem ‘Breitbanddenker’ wie Moritz kaum verwundern dürfte. Es war Moritz’ Sache nicht, ein Thema in allen Details, in aller Tiefe, auszudiskutieren; ihn interessierte es mehr, das…

Wilhelm Heinse: Ardinghello und die glückseeligen Inseln. Eine Italiänische Geschichte aus dem sechszehnten Jahrhundert

“und”, nicht “oder”: Selbst gestandenen Literaturwissenschaftern unterläuft der Lapsus in ihren Aufsätzen zu diesem Buch, aber der Titel heisst wirklich Ardinghello und die glückseeligen Inseln. Vielleicht ist dieser Lapsus ein Zeichen der Unsicherheit, die das Buch im Leser und Interpreten bewirkt, so, wie es ein Zeichen meiner taxonomischen Unsicherheit ist, dass ich das Buch gleich…

Die Horen. Jahrgang 1796. Eilftes Stück

Immer, wenn man glaubt, die Horen liegen endgültig darnieder, berappeln sie sich nochmals… So bringt die November-Nummer wieder das eine und das andere, das dem seinerzeitigen Ziel-Publikum gefallen haben sollte, ja sogar bis heute (zumindest) interessant ist. Zwar Benvenuto Cellini gehört meiner Meinung nach noch immer nicht dazu. Schauen wir kurz hinein: Zufälligerweise hatte mir…

Die Horen. Jahrgang 1796. Neuntes Stück

Wenn ich die Nummern der Horen getreu nach Erscheinungs- bzw. Lieferdatum lesen möchte, wäre ich noch zu früh. Denn die September-Nummer von 1796 wurde erst Ende Oktober in Jena ausgeliefert. Tut nichts; ich lese nach ‘offiziellem’ Erscheinungsmonat. Nach einer kurzen Pause fährt in der September-Nummer Goethe als erster mit seinem Benvenuto Cellini weiter. Bevor er…

Die Horen. Jahrgang 1796. Drittes Stück

“Habent sua fata libelli”, das wussten schon die alten Lateiner. Auch Zeitschriften haben ein Schicksal, ein Leben sozusagen. Dies sehen wir bei den Horen. Schiller hat die Zeitschrift ursprünglich gegründet, um ein Sprachrohr für seine philosophisch-ästhetischen Ansichten zu haben. Nachdem er nun diesbezüglich gesagt hat, was er sagen wollte, verliert er rasch das Interesse an…

Die Horen. Jahrgang 1796. Erstes Stück

Nach einem Jahr Horen lässt sich sagen: Schiller hat bisher sein Ziel, eine anspruchsvolle Zeitschrift von, über und mit Literatur und Ästhetik abzuliefern, im Grossen und Ganzen erreicht. Es gab bei den Beiträgen den einen oder andern Ausreisser nach unten oder nach oben, aber Schiller und Goethe konnten in dieser Zeitschrift vieles ablegen, das sie…

»Es ward als ein Wochenblatt zum Scherze angefangen« – Das Journal von Tiefurt

Am 15. August 1781 wurde ein “Avertissement” in einer Kleinauflage von 50 Ex. in Weimar gedruckt und verteilt bzw. verschickt. Darin hiess es u.a.: “Es ist eine Gesellschaft von Gelehrten, Künstlern, Poeten und Staatsleuten, beyderley Geschlechtes, zusammengetreten, und hat sich vorgenommen alles was Politick, Witz, Talente und Verstand, in unsern dermaligen so merkwürdigen Zeiten, hervorbringen,…