John & Mary Gribbin: Out of the Shadow of a Giant

„Aus dem Schatten eines Giganten“ ans Licht geholt werden sollen vor allem Zwei: Der Untertitel Hooke, Halley & the Birth of British Science nennt sie. Wir haben eine Art Tripel-Biografie vor uns, in der die Leben und Interaktionen der drei britischen Gelehrten Robert Hooke, Isaac Newton und Edmond Halley geschildert werden. Die drei haben sich…

Frank Holl: Alexander von Humboldt. Mein vielbewegtes Leben

Etwas zwiegespalten stehe ich diesem biogafischen Portrait Humboldts schon gegenüber. Da ist einerseits die wunderschöne Gestaltung, die in vielerlei Hinsicht interessanten Illustrationen. Dazu gleich. Da ist andererseits der Text. Holl folgt Humboldts Leben sehr getreu. Er bringt auch immer wieder Auszüge aus Humboldts Werken, Briefen, Tagebüchern. Aber mit wenigen Ausnahmen enthält er sich jeglicher Interpretation…

Jochen Strobel: August Wilhelm Schlegel. Romantiker und Kosmopolit

A. W. Schlegel hat zu Lebzeiten sehr wenig von sich preis gegeben. Das erschwerte nicht nur sein literarisches Überleben, es erschwert auch die Aufgabe eines jeden Biografen. Der Professor für neuere deutsche Literatur an der Universität Marburg, Jochen Stroben, hat sich dennoch an einer Schlegel-Biografie versucht. Ich halte den Versuch nur für halb gelungen. Auch…

Arno Schmidt. Eine Bildbiographie

Herausgegeben von Fanny Esterházy. Mit einführenden Texten von Bernd Rauschenbach. Gleich zu Beginn wird Arno Schmidts Diktum, wonach jedem Autor spätestens 50 Jahre nach seinem Ableben eine Biografie zu widmen sei, ins Spiel gebracht. Nun seien es aber noch keine 50 Jahre (Schmidt starb 1979), und das vorliegende Buch sei auch nicht die von Schmidt…

Heiner Boehnke / Hans Sarkowicz / Joachim Seng: Monsieur Göthé

Goethes unbekannter Grossvater. Tatsächlich wissen wir wenig über Friedrich Georg Göthé. Geboren 1657 stammte er aus dem Thüringischen, war gelernter Schneider und machte sich als Geselle auf die zu jener Zeit obligate Walz, die ihn offenbar bis nach Strassburg und weiter nach Frankreich, nach Lyon, eventuell sogar Paris, führte. Von dort kehrte er zurück in…

Bernhard Viel: Johann Peter Hebel oder Das Glück der Vergänglichkeit

Hebel gehört zu den Autoren, die mich nun schon ein halbes Jahrhundert begleiten. Einige der Geschichten aus dem Rheinischen Hausfreund kann ich fast auswendig. Wenn ich Viel Glauben schenken will, bin ich im deutschsprachigen Raum Teil einer Minderheit. Hebel ist kaum noch bekannt; oft und gern wird er mit Hebbel verwechselt. So ist Viels Biografie…

Robert McCracken Peck: The Natural History of Edward Lear

Edward Lear kennt man heute nur noch als Verfasser von Nonsense-Gedichten für Kinder. Dabei war das erst seine zweite oder dritte Karriere. Begonnen hat Lear seinen Lebensweg ganz anders, nämlich als Maler und Illustrator. Diesen weniger bekannten Teil von Lears Leben nachzuzeichnen, unternimmt die vorliegende, reich illustrierte Biografie von McCracken Peck. Lear war als Dichter…

Ronald W. Clark: Charles Darwin

Bei Christian Göldenboog wurde ich auf diese Biographie über Charles Darwin aufmerksam gemacht: Sie stand schon einige Jahre ungelesen in meinen Regalen. Und das dort ausgesprochene Lob hat sich mehr als bestätigt: Es handelt sich um ein sehr kompetentes, klug geschriebenes Buch, das man jedem nur ans Herz legen kann. Es ist in zwei große…

Sarah Bakewell: Das Café der Existenzialisten. Freiheit, Sein und Aprikosencocktails

Halb Philosophiegeschichte, halb (Mehrfach-)Biografie, stellt Sarah Bakewells Buch das Entstehen und Vergehen der existenzialistischen Bewegung dar. Es fehlen auch romanhaft-reisserische Momente nicht, so, wenn zum Beispiel die Rettung (fast des ganzen) Nachlasses von Edmund Husserl durch die Universität Löwen geschildert wird. Im Zentrum der Darstellung stehen die französischen Existenzialisten, allen voran Jean-Paul Sartre und Simone…

Andrew Roberts: Napoleon & Wellington

Ausdrücklich keine Biografie, auch keine Doppelbiografie, will der englische Historiker und Publizist Andrew Roberts geschrieben haben. Es handelt sich beim vorliegenden Buch denn auch tatsächlich nicht um eine Biografie, wenigstens nicht um eine im klassischen Sinn. Dafür fehlen zu viele elementare Fakten. Schon eher könnte man das Buch als ‘Psychogramm’ der Beziehung der beiden Feldherren…