Conrad’s Congo

„Kongo“ – der Name steht für einige der grausamsten Verbrechen, die sich der weisse Mann je gegenüber den Indigenen Schwarzafrikas hat im Rahmen des Kolonialismus zu Schulde kommen lassen. Ja, für einige der grausamsten Verbrechen, die sich überhaupt ein Volk oder eine Rasse gegenüber andern Völkern hat zu Schulde kommen lassen. Und das sagt viel,…

Richard Holmes: The Age of Wonder. How the Romantic Generation Discovered the Beauty & Terror of Science

Richard Holmes ist in seiner Heimat Grossbritannien bekannt als Verfasser von populärwissenschaftlichen Büchern zur Geschichte der Naturwissenschaften an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, sowie als Verfasser von Biografien zu den grossen englischen Romantikern Coleridge und Shelley. In diesem Buch vereinigt er beide Themen. Holmes geht chronologisch vor und beginnt mit der ersten Weltumsegelung…

Lukas Bärfuss: Stil und Moral

Bei Stil und Moral handelt es sich um eine Sammlung – zum Teil bereits woanders publizierter und für diese Ausgabe überarbeiteter – Essays des Schweizer Autors Lukas Bärfuss (*1971). Bärfuss gilt – zumindest dem hiesigen Feuilleton – als der neue Frisch oder Dürrenmatt des (politischen) Essays. Das mag so sein; allerdings ist der Generationenunterschied unübersehbar….

Alfred Edmund Brehm: Reisen im Sudan – Entdeckungen zwischen Nil und Wüste. 1847-1852 [O.T.: Reise-Skizzen aus Nord-Ost-Afrika]

Nur wenige Jahre vor Heinrich Barth, und ein paar Kilometer weiter östlich, war im 19. Jahrhundert ein weiterer Deutscher in Afrikas Wüsten unterwegs: Alfred Edmund Brehm. Und wer bei “Brehm” jetzt an “Tierleben” denkt, liegt richtig. Bis heute ist Alfred Edmund Brehms Name mit dem berühmtesten seiner Werke verknüpft, einen (im Original) 10-bändigen Lexikon über…

Reisen und Entdeckungen in Nord⸗ und Central⸗Afrika in den Jahren 1849 bis 1855 von Dr. Heinrich Barth. Im Auszuge bearbeitet.

Diese Reise machte Dr. Heinrich Barth vorübergehend zu einer Weltberühmtheit. Er konnte allerdings aus dieser seiner verübergehenden Berühmtheit keinerlei Kapital schlagen – weder finanziell, noch literarisch noch für seine berufliche Karriere. Wer seinen Reisebericht liest, 1859 und 1860 im Verlag von Justus Perthes zum ersten Mal erschienen, mir in einem Reprint des Melchior Verlags von…

Sie

Es wurde Sir Henry Rider Haggard (1856 – 1925) wohl kaum an der Wiege gesungen, dass er als Autor von Abenteuerromanen und als Afrika-Experte Karriere machen sollte. Als achtes (von zehn) Kind eines englischen Gutsbesitzers kam er zur Welt. Weder reichte das väterliche Geld, noch offenbar seine Intelligenz für eine klassisch-solide englische Schulbildung. Der Gouverneur…