Christoph Martin Wieland: Schriften zur deutschen Sprache und Literatur III

Wieland hatte die Angewohnheit, als Herausgeber des Teutschen Merkur zu den Artikeln seiner Beiträger noch eigene Anmerkungen hinzuzufügen. Darin ergänzte oder korrigierte er die Ansichten seiner Leute, was wohl auch nicht immer einfach für diese war. Band III der von Reemtsma und andern zusammengestellten Schriften zur deutschen Sprache und Literatur fängt mit einem Kapitel solcher…

Christoph Martin Wieland: Schriften zur deutschen Sprache und Literatur II

Band II der von Remtsmaa und andern herausgegebenen Schriften zur deutschen Sprache und Literatur bringt vorwiegend Äusserungen Wielands zur Literatur – also Literaturkritik im weitesten Sinn. Der Band beginnt mit der ungeheuerlichen Kritik Wielands an Uz und mit ihm an den Anakreontikern (von 1752), wo Wieland – noch völlig der bigotte Christ – Uz nicht…

Christoph Martin Wieland: Schriften zur deutschen Sprache und Literatur I

Ziemlich genau 11 Monate ist es her, dass ich das Grossprojekt der Lektüre von Wielands Ausgabe der Werke letzter Hand für beendet erklärt habe. Der grosse Mangel der von Christoph Martin Wieland noch selber zusammengestellten, im Original 56-bändigen Werkausgabe war mir (und ist jedem, der sie liest) sofort klar: Wieland hat darin auf einen grossen…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. I/4: Beilagen 1792 bis 1802

Im vierten Band des ersten Teils haben die Herausgeber alle Dokumente versammelt, die in Zusammenhang mit Benekes Tagebuch stehen. Die dabei durchgeführte Unterscheidung nach Bei- und nach Anlagen habe ich zwar nicht verstanden, sie tut aber dem Erkenntisgewinn des Lesers keinen Abbruch. Denn einen Erkenntnisgewinn hat man tatsächlich. Beneke betrachtete ja seine Tagebücher als eine…

Ferdinand Beneke: Die Tagebücher. I/1: 1792-1795

Nicht erst die französischen Brüder Goncourt haben sich als exzessive Tagebuch-Schreiber hervorgetan. Lange vor ihnen hat sich der Hamburger Ferdinand Beneke sein Leben systematisch und ausführlich dokumentiert. Mit 18 fängt er sein “richtiges” Tagebuch an. Frühere Tagebücher, seinen Werdegang bis anhin, fasst er in einer Art Vorwort für dieses Tagebuch zusammen. Überhaupt geht Beneke äusserst…

Christoph Martin Wieland (X.)

Greno-Reprint X, d.i. Bde. 30-32 der Original-Ausgabe bei Göschen, 1797-1799. N° 30: Vermischte Aufsätze Sind genau das. Wieland hat hier einige seiner neueren Aufsätze aus dem Teutschen Merkur zusammengestellt, die dort so in etwa ab der Mitte der 80er Jahre erschienen sind. Die wichtigen Themen sind die aufkommende Luftschifffahrt, sowie Pflichten und Rechte des Schriftstellers….

Christoph Martin Wieland: Peregrinus Proteus / Aufsätze über die Französische Revolution

Band IX des Greno-Reprints, d.i. N°27-29 der Göschen-Ausgabe von 1797. In N° 27 und 28 finden wir Wielands autobiografisch gefärbten Roman Peregrinus Proteus. Da ich die Werke des Lukian von Samosata, die Wieland bekanntlich in vier Bänden übersetzt und herausgegeben hat, selber zu wenig kenne, weiss ich nicht, ob die Geschichte des Peregrinus Proteus darin…

Georg Christoph Lichtenberg: Briefwechsel. Band I: 1765-1779

Herausgegeben von Ulrich Joost und Albrecht Schöne. München: C. H. Beck, 1983. Es ist so eine Sache um Briefwechsel. Sie haben oft etwas sehr Intimes, weil nicht jeder wie Arno Schmidt den seinen mit Hans Wollschläger von Anfang an für eine Veröffentlichung vorsieht. Selbst Goethe überkam der Plan zur Publikation seines Briefwechsels mit Zelter erst…

Norbert Oellers & Robert Steegers: Weimar. Literatur und Leben zur Zeit Goethes.

Kulturhistorische Bücher verlieren sich oft in Beliebigkeit: Die meisten wollen zuviel, versuchen ganze Epochen abzudecken, jede philosophische oder literarische Strömung und deren Vertreter werden aufgelistet und katalogisiert, bis schließlich und endlich das Buch zu einem über Gebühr aufgeblasenen Lexikonartikel verkommt. Man liest, was man in unzähligen Überblicksdarstellungen schon gelesen hat und bleibt mit einem unbefriedigenden…

Johann Heinrich Merck: Gesammelte Schriften. Band 3: 1776-1777

Ab 1776 arbeitet der Kritiker und Essayist Merck praktisch nur noch für Wielands Teutschen Merkur. Nachdem sich Wieland und Merck zuerst nicht sehr freundlich gegenüberstanden, lernten sie sich sehr rasch gegenseitig schätzen. Eine echte Freundschaft entwickelte sich, und schon 1776 war Merck so etwas wie der Haus- und Starkritiker von Wielands Teutschem Merkur geworden, der…